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05.10.2020   So hängen Fahrtdauer und Unfallrisiko zusammen

 Ein Viertel aller Autounfälle passiert in den ersten drei Fahrminuten. Zu diesem Ergebnis gelangt die in Wien ansässige Dolphin Technologies GmbH. Würde auf kurze Fahrten verzichtet, könnte es um bis zu 40 % weniger Unfälle geben. Am geringsten ist das Unfallrisiko bei einer Fahrtdauer von 10 bis 20 Minuten.

Die in Wien ansässige Dolphin Technologies GmbH hat nun 3,2 Millionen Autofahrten aus den Jahren 2018 und 2019, von 40.000 Personen mit österreichischer Kfz-Zulassung, analysiert, bei denen es zu insgesamt 1.986 Unfällen kam.

Informationen zu den einzelnen Fahrten, wie beispielsweise die Fahrtdauer, wurden über eine im Auto verbaute Onboard-Unit gesammelt. Unter anderem ist dieses Gerät in der Lage, Unfälle automatisiert zu erkennen.

Untersucht wurde speziell, welche Dauer Autofahrten haben und wie diese mit der Unfallwahrscheinlichkeit korreliert.

Die spannenden Ergebnisse im Folgenden.

Verzicht auf Kurzfahrten könnte Unfallzahlen stark senken


Die meisten Fahrten (87 %) dauern weniger als 30 Minuten, nur 1 % dauert laut der Analyse länger als eine Stunde.

Ein Zwischenergebnis lautet daher: Das geringste Unfallrisiko gibt es, relativ gesehen, bei Fahrten mit einer Dauer zwischen 10 und 20 Minuten.

Danach steigt das Risiko überproportional stark an.

Sitzt man mehr als 40 Minuten im Auto, ist das Risiko bereits zweieinhalb Mal so hoch.

Großteil der Unfälle vermeidbar


Besonders interessant ist, dass 25 % aller Unfälle in den ersten drei Fahrminuten passieren.

Könnte man die Fahrer ermutigen, bei kurzen Distanzen auf das Auto zu verzichten, ließen sich bis zu 40 % aller Unfälle vermeiden, sagt Katharina Sallinger, Studienleiterin und Chief Data Scientist bei Dolphin.

Oft falsche Entscheidungen und fehlende Information


Die Ursache von Unfällen sind oft falsche Entscheidungen und fehlende Information, ergänzt Dolphin-CEO Harald Trautsch. „Man fährt müde, betrunken, nutzt während der Fahrt das Handy. Oder man weiß nicht, dass auf der Fahrstrecke extreme Witterungsverhältnisse wie zum Beispiel Glatteis herrschen.“

Experten empfehlen daher, Kurzfahrten, falls möglich, zu vermeiden – und mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen.

Bei längeren Fahrten gehören regelmäßige Pausen eingeplant und diese auch eingehalten. Nicht zuletzt solle während der Autofahrt aufs Handy verzichtet werden – 26 % der Unfälle sind nämlich handybedingt.

In diesem Sinne: Bewegen Sie sich sicher im Straßenverkehr, gefährden Sie nicht sich und andere, und bleiben Sie generell gesund!

31.08.2020   Was Reisende aktuell beachten müssen

Die Covid19-Pandemie hält Reisende auf Trab. Am Fall Kroatien wird deutlich, dass die Verschärfungen für Touristen auch mit sehr kurzer Vorlaufzeit in Kraft treten können. Auch Italien schließt (Stand Vorwoche) nicht aus, beschränkte Sperrzonen einzuführen, sollten die Infektionszahlen weiter steigen.

Aktuell muss man jederzeit mit weiteren Reisewarnungen rechnen. Urlauber sollten bei der Auswahl des Reiseziels bedenken, ob es im Ernstfall möglich ist, die Heimreise früher anzutreten.

Kurz vor der Reise ist es daher unerlässlich, sich im Detail zu informieren, z.B. mithilfe des Urlaubsservice des ÖAMTC.

Hilfreich ist auch, sich die Zahlen der Covid-19-Fälle für die konkrete Urlaubsdestination anzusehen: Es mag sein, dass ein ganzes Land als „coronafrei“ bezeichnet wird, aber die Covid-19-Fälle in einer bestimmten Region kurz vor Reisebeginn ansteigen.

Gefahr, Gefahr, Gefahr!


Wird man wenige Tage vor dem Urlaub mit einer Reisewarnung der Stufe 5 oder 6 konfrontiert, haben Pauschalreisende das Recht auf eine kostenfreie Stornierung.

Fragen über Fragen


Was ist, wenn ich im Urlaub von einer Reisewarnung überrascht werde? Erfährt man von der Reisewarnung während des Urlaubs, ist eine Rückreise unbedingt ratsam.

Eine Rückreise nach Österreich ist für Österreicher immer möglich, erklärt die ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner.

Ein vorzeitiger Urlaubsabbruch hat unterschiedliche Konsequenzen für Pauschal- und Individualreisende: Wer seine Pauschalreise frühzeitig abbrechen muss, wendet sich am besten an seinen Reiseveranstalter – dieser muss den Rücktransport organisieren und zahlen sowie im Einzelfall die nicht konsumierten Urlaubstage anteilig rückerstatten.

Hat man nur eine Unterkunft gebucht, dann besteht meist – so auch z. B. nach kroatischem Recht – kein Anspruch auf Rückerstattung der nicht konsumierten Nächtigungskosten. Daher sollten Individualreisende mit dem Unterkunftsgeber eine einvernehmliche Lösung suchen.

Höheres Sicherheitsrisiko


Was bedeutet ein hohes Sicherheitsrisiko der Stufen 5 und 6 für meine Reise?

Vor Reisen in diese Länder wird abgeraten. Bei einem hohen Sicherheitsrisiko ab Stufe 5 ist ein kostenloser Rücktritt vom Reisevertrag nach dem Pauschalreisegesetz möglich, wenn die Reise in genau diese Region unmittelbar bevorsteht (Abreise etwa innerhalb der nächsten zehn Tage).

Grundsätzlich erhalten Pauschalreisende alle geleisteten Zahlungen zurück. Und bei einzeln gebuchten Leistungen: Ist beispielsweise das gebuchte Hotel in Österreich oder Italien nicht erreichbar (weil dieses z.B. in einer Sperrzone liegt), kann man dieses kostenfrei stornieren.

Hat man einen Flug in ein Land gebucht, für das eine Reisewarnung besteht, gilt: Findet der Flug statt, man möchte aber nicht mehr verreisen, dann besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Ticketkosten. Dann ist es ratsam, mit der Airline nach einer Kulanzlösung, wie z.B. einer Umbuchung, zu suchen. Wird der Flug seitens der Airline annulliert, erhält der Fluggast die Kosten retour.

Und bei einer Quarantänepflicht?

Welche Rechte habe ich, wenn mein Urlaubsland für Österreicher zum Reisezeitpunkt ein Einreiseverbot oder eine Quarantänepflicht vorsieht?

Wenn man z.B. Hotel plus Flug oder Bahn als Pauschalreise gebucht hat und in das Land zwar einreisen darf, dort aber z.B. sofort in mehrtägige Quarantäne muss, dann besteht das Recht auf eine kostenlose Stornierung kurz vor Reiseantritt.

Eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne nach der Einreise gilt für österreichische Reisende aktuell in Estland, Lettland, Litauen sowie Irland und Island. Es ist nicht auszuschließen, dass auch andere Länder ihre Einreisebestimmungen kurzfristig ändern und z.B. eine verpflichtende Quarantäne nach der Einreise einführen.

Was vor dem Urlaub zu erledigen ist


Muss ich mich vor dem Urlaub im Ausland registrieren oder testen lassen?

Dazu gibt es fast täglich Änderungen und dementsprechend viele Unsicherheiten – auch hier ist eine kurzfristige Info von Nöten.

Für Zypern oder Sardinien beispielsweise sind Reisende verpflichtet, sich vor dem Urlaub online zur registrieren. Auch Griechenland verlangt zwingend eine Registrierung. Eine Reise-Registrierung über das Außenministerium ist daher ratsam.

Und wenn es ganz anders kommt?


Wer trägt die Kosten, wenn mein Hotel unter Quarantäne gestellt wird und ich länger bleiben muss?

Bei Pauschalreisen übernimmt der Reiseveranstalter die Kosten für einen Zeitraum von maximal drei Nächten, wenn die vereinbarte Rückreise aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände nicht möglich ist.

In Österreich regelt das Epidemiegesetz diese Frage. Dann sind die Kosten zwar vom Bund zu tragen – für welchen Personenkreis und welche Kosten genau das gilt, ist mangels Judikatur noch nicht geklärt.

Bleibt noch zu sagen: Reisen Sie sicher!

23.06.2020   So verletzen sich die Österreicher

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Unfallgeschehen zeichnen sich nun schon etwas klarer ab.

So verletzen sich die Österreicher


Vergangenes Jahr mussten fast 800.000 Menschen im Spital behandelt werden, was laut KFV einen leichten Rückgang gegenüber 2018 bedeutet. Vier von zehn Österreicher verletzten sich im Haushalt, ein weiteres Drittel in der Freizeit und beim Sporteln. Was dürfen wir aber angesichts Corona für das heurige Unfallgeschehen erwarten?

Bislang führte die Corona-Pandemie zu weniger Ambulanzbesuchen. Das liegt laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) daran, dass die Hemmschwelle, ins Spital zu gehen, sehr hoch ist.

Das Kuratorium hat nun die Zahlen für das Unfallgeschehen 2019 in Österreich vorgelegt – und gibt gleichzeitig eine Prognose für das heurige Jahr ab.

Demnach erlitten im Vorjahr in Österreich 781.400 Menschen (mit Wohnsitz in Österreich) bei Unfällen Verletzungen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machten. Davon galten nach vorläufigen Daten 27.500 als Schwerverletzte.

Gegenüber 2018 ist das ein leichter Rückgang, damals wurden 782.200 Verletzte gezählt. In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl um 10 %.

Anzahl der Unfalltoten geht langfristig zurück


Weitere 2.551 Personen starben im vergangenen Jahr an den Folgen eines Unfalls. Davon kamen 416 durch einen Verkehrsunfall ums Leben.

Das ist gegenüber 2018 ein Anstieg um 1,6 %, längerfristig verringert sich diese Zahl aber.

Zuhause und nähere Wohnumgebung sind die Haupt-Unfallorte


Rund 40 % (308.600) haben sich bei Haushaltsunfällen verletzt, 35 % (273.000) bei Freizeit- und Freizeitsportunfällen.

Wirft man einen näheren Blick auf das Segment „Sport“, so zeigt sich, dass der relativ größte Teil der Unfälle auf dem Fußballfeld geschah: Von den 189.100 Personen, die sich beim Sport verletzten, waren fast ein Viertel Fußballer.

117.800 oder circa 15 % der Verletzten sind dem Bereich Arbeit und Schule zuzuordnen.

81.900 Verletzte gab es 2019 auf der Straße. Die Verkehrsunfallzahlen „geben in diesem Bereich Grund zur Sorge“, sagt Klaus Robatsch, Leiter der KFV-Verkehrssicherheitsforschung. „Vor allem die Zahl der getöteten Kinder im Straßenverkehr war 2019 sehr hoch.“

Corona-Auswirkungen auf Unfallgeschehen noch nicht klar


Inwieweit sich die Corona-Krise auf das Unfallgeschehen ausgewirkt hat, zeichnet sich laut KFV schon etwas deutlicher ab.

Im Verkehrsbereich hat der Stillstand des öffentlichen Lebens Mitte März zu einem Rückgang der Verletzungen im Straßenverkehr in diesem Zeitraum geführt.

„Die eingeschränkte Mobilität bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Zahlen der getöteten Verkehrsteilnehmer in diesem Jahr tatsächlich sinken werden“, schränkt Robatsch ein.

Aus den aktuellen Erhebungen des KFV in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen geht hervor, dass die Bevölkerung „tendenziell vorsichtiger bei Haushalts- oder Sportaktivitäten“ vorgegangen ist. Diese Tendenz spiegelt sich in niedrigeren Ambulanzfrequenzen wider.

Hemmschwelle für Spitalsbesuch ist sehr hoch


Der Rückgang in den Ambulanzen bedeutet dennoch nicht, dass es keine Verletzungen gab, relativiert KFV-Direktor Othmar Thann.

„Tatsächlich wurden in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen besonders schwere Unfälle von Handwerkstätigkeiten, Forstarbeiten, Garten- oder Radunfälle behandelt, während leichtere Verletzungen nicht im Krankenhaus behandelt wurden.“

Dazu Thann: „Hier kann davon ausgegangen werden, dass die Hemmschwelle, in ein Krankhaus zu gehen, sehr hoch war und ist.“

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund! Schauen Sie auf sich! Und fragen Sie Ihren Berater: Er wird Sie auf Ihre Möglichkeiten hinweisen – wie Sie sich gegen Unfallgeschehen (in Ihrem Nahumfeld und sonst auch) absichern können.

04.05.2020   Mit 04.05.2020 wird unser Büro wieder für den Kundenverkehr geöffnet.

 Ab 04.05.2020 ist es uns wieder möglich und erlaubt, unser Büro für den Kundenverkehr zu öffnen.

Es gelten unsere üblichen Öffnungszeiten.

Wir ersuchen um telefonische Terminvereinbarung, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Für unsere Kunden haben wir Desinfektionsmittelspender bereitgestellt. Zwischen unseren Beratern und den Sitzplätzen für unsere Kunden haben wir Glastrennwände als Infektionsschutz installiert.

Den verordneten Nasen- und Mundschutz ersuchen wir, selbst mitzunehmen.

 

04.05.2020   Zweite Öffnungswelle

 Ab 04.05.2020 ist es uns wieder möglich und erlaubt, unser Büro für den Kundenverkehr zu öffnen.

Es gelten unsere üblichen Öffnungszeiten.

Wir ersuchen um telefonische Terminvereinbarung, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Für unsere Kunden haben wir Desinfektionsmittelspender bereitgestellt. Zwischen unseren Beratern und den Sitzplätzen für unsere Kunden haben wir Glastrennwände als Infektionsschutz installiert.

Den verordneten Nasen- und Mundschutz ersuchen wir, selbst mitzunehmen.

 

19.03.2020   Hotline 0676/5269398

 

Werte Kunden,

 

während der verordneten Büroschließung aufgrund der Coronakrise erreichen Sie uns telefonisch unter 0676/5269398 und via Mail unter office@zajic.at

 

Wir sind bemüht, Ihre Anliegen in gewohnter Weise zu bearbeiten.

 

Ihr Team Zajic.

19.03.2020   Hotline 0676/5269398
 
27.01.2020   Das sind die größten globalen Risiken

Wenn es nach dem neuen „Global Risks Report“ des Weltwirtschaftsforums geht, werden wir in erster Linie mit Umweltrisiken zu tun haben. Massenvernichtungswaffen sind das einzige Risiko im vordersten Feld, das nicht zu diesem Themenkreis gehört.

Für 2020 wird eine zunehmende politische und wirtschaftliche Polarisierung erwartet. Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) veröffentlicht regelmäßig seinen „Global Risks Report“ – die aktuellen Ergebnisse lassen aufhorchen.

Die globale Wirtschaft ist mit einer Verlangsamung konfrontiert, die letzten fünf Jahre sind die wärmsten in den Aufzeichnungen gewesen, und bei Cyberangriffen wird ein Anstieg erwartet, während es zugleich Bürgerproteste gegen politische und wirtschaftliche Bedingungen gibt.

WEF rechnet mit weiterer Polarisierung


Die wirtschaftliche und politische Polarisierung wird 2020 weiter zunehmen – dies in einer Situation, in der ernsthafte Bedrohungen für unser Klima, unsere Umwelt, die öffentliche Gesundheit und unsere Technologiesysteme eigentlich mehr denn je Kooperation erforderten.

Über 750 Experten weltweit wurden gebeten, ihre größten Bedenken in Bezug auf Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen einzustufen: 78 % gehen davon aus, dass wirtschaftliche Konfrontationen und innenpolitische Polarisierung 2020 zunehmen werden.

Die größten Risiken auf zehn Jahre betrachtet


In der Zehn-Jahres-Prognose, wie sie die Befragten sehen, sind die fünf globalen Risiken an der Spitze der Liste, gemessen an der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens, erstmals allesamt Umweltrisiken.

Nur in der Tabelle, die die Risiken nach der Schwere der Auswirkungen im Fall ihres Eintritts reiht, findet sich wie schon im 2019er-Report ein einziges anderes, nämlich Massenvernichtungswaffen, unter den fünf größten Risiken – letztes Jahr auf dem ersten, heuer auf dem zweiten Platz.

Anders als in der Umfrage von 2019 ist 2020 die Gefahr eines schwerwiegenden Verlusts von Artenvielfalt und eines Zusammenbruchs von Ökosystemen „mit irreversiblen Folgen für die Umwelt, was zu einer starken Verringerung der Ressourcen für Mensch und Industrie führt“, unter den ersten fünf.

Die wichtigsten „Risikokopplungen“


Da globale Risiken nicht isoliert auftreten, hat man die Befragten außerdem gebeten, die Zusammenhänge zwischen Paaren globaler Risiken zu bewerten. Als die fünf wichtigsten Risikozusammenhänge werden demnach gesehen:

+ Extreme Wetterereignisse und Scheitern der Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen

+ Groß angelegte Cyberangriffe und Zusammenbruch kritischer Informationsinfrastrukturen und -netzwerke

+ Hohe strukturelle Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung und negative Folgen des technischen Fortschritts

+ Schwerwiegender Verlust der Artenvielfalt und Zusammenbruch des Ökosystems und Scheitern der Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen

+ Lebensmittelkrisen und extreme Wetterereignisse

Druck auf Unternehmen


Auf Unternehmen steigt der Druck durch Anleger, Aufsichtsbehörden, Kunden und Mitarbeiter, ihre Widerstandsfähigkeit gegen zunehmende Klimaschwankungen unter Beweis zu stellen.

Ereignisse von großem Ausmaß wie die jüngsten Waldbrände in Australien und Kalifornien setzen die Unternehmen unter Druck, Maßnahmen gegen das Klimarisiko zu ergreifen, und dies zu einem Zeitpunkt, an dem sie auch größeren geopolitischen Herausforderungen und Cyberrisiken gegenüberstehen.

Biologisch vielfältige Ökosysteme binden große Mengen an Kohlenstoff und bieten enorme wirtschaftliche Vorteile, die auf rund 33 Billionen US-Dollar (29,6 Billionen Euro) pro Jahr geschätzt werden – das entspricht dem BIP der USA und Chinas zusammen.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen und politische Entscheidungsträger den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und nachhaltigeren Geschäftsmodellen beschleunigen.

06.11.2019   Unterschätztes Risiko Haushaltsunfall

Vier von zehn Unfällen ereignen sich im Haushalt, weitere 36 Prozent in der Freizeit. Beunruhigend ist, dass diese Unfälle in den vergangenen Jahren zugenommen haben, während Arbeits- und Verkehrsunfälle rückläufig waren. Besonders problematisch: Die gesetzliche Unfallversicherung bietet in diesen Fällen keinen Schutz. Sukkus einer Veranstaltung des Verbands der Versicherungsunternehmen: Notwendig sind Prävention, die Schaffung von Strukturen und Programmen sowie Bewusstseinsbildung in der breiten Öffentlichkeit.

Während die Unfallzahlen im Verkehr und im Bereich Arbeit/Schule seit Jahren rückläufig sind, steigen jene im Bereich Heim/Freizeit weiter an. Diese Tatsache nahm der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) in der Vorwoche zum Anlass für ein Pressegespräch.

Neben der Generaldirektorin der Vienna Insurance Group Elisabeth Stadler, die auch Vizepräsidentin des österreichischen Roten Kreuzes ist, nahmen Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) und der Physiker Werner Gruber an dem Gespräch teil.

Man wolle dem „Mysterium Unfall auf die Spur kommen“, betonte einleitend VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove. Es gehe darum, das Bewusstsein der Öffentlichkeit dafür zu schärfen, dass die meisten Unfälle zuhause passieren.

Erschreckende Zahlen


Laut der „Injury Database Austria (IDB Austria), einer statistischen Erhebung des KFV, wurden im Vorjahr 782.200 Menschen in Österreich bei Unfällen so schwer verletzt, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

Den größten Anteil daran hatten Unfälle im Haushalt: 308.300 Unfälle (39 Prozent) ereigneten sich in diesem Lebensbereich. Auf Rang zwei kommt demnach der Bereich Freizeit mit 36 Prozent oder 280.400 Unfällen. 112.300 Verletzte gab es im Bereich Arbeit und Schule, „nur“ 81.200 im Verkehr.

Besonders dramatisch ist die Entwicklung der Unfälle mit Todesfolge. Von den insgesamt 2.551 durch Unfälle ausgelösten Todesfällen waren mehr als 78 Prozent den Bereichen Heim und Freizeit zuzurechnen; 1993 waren es noch nur 49 Prozent gewesen.

Dazu kommt, dass auch die absolute Zahl der unfallbedingten Todesfälle im Bereich Heim und Freizeit stieg: Waren es 1993 noch 1.559 gewesen, stieg die Zahl bis 2018 auf 1.993. Deutlich rückläufig waren in diesem Zeitraum dagegen die Zahl der Verkehrstoten (von 1.283 auf 409 Todesfälle) und die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle (von 334 auf 148).

Kein Versicherungsschutz


Angesichts der Zahl von mehr als 800 Unfällen pro Tag in heimischen Haushalten müsse man „darauf schauen, dass wir diesen Trend stoppen können“, erklärte Stadler, die dazu anmerkte, dass gerade bei Haushaltsunfällen Frauen am stärksten betroffen seien.

Für Stadler ist es aber auch wichtig, das weit verbreitet „Halbwissen“ zu diesem Thema geradezurücken: Es sei den meisten Österreichern nicht bewusst, dass der größte Teil der Unfälle, nämlich 84 Prozent, nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung abgedeckt sei.

Im Falle der Dauerinvalidität gebe es von ihr in diesen Fällen „keinen einzigen Cent“ für das Unfallopfer, so Stadler. Dabei koste ein „guter Unfallversicherungsschutz“ gerade einmal so viel wie eine Tageszeitung.

Fehlende Strukturen und Institutionen


Den Gründen für den zunehmenden Anteil der Heim- und Freizeitunfälle ging Thann auf den Grund. Man sei bei der Bekämpfung von Arbeits- und Verkehrsunfällen in Österreich deshalb so erfolgreich gewesen, weil es dafür Institutionen wie die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) oder den KFV gebe.

Im Bereich Freizeit und Haushalt fehle eine Institutionalisierung, es herrsche die Einstellung „da kann man halt nichts machen“. Das stimme aber nicht, so Thann, der von der nächsten Bundesregierung fordert, im Bereich der Unfallprävention tätig zu werden.

Es gehe darum, Institutionen zu schaffen, Verantwortlichkeiten festzulegen und Programme zu initialisieren, wie es sie beispielsweise im skandinavischen Raum bereits gebe. Wichtig sei es darüber hinaus, exakte Ziele zu definieren.

Weitere Zunahme vorprogrammiert?


Ohne solche Programme müsse mit einem weiteren Anstieg der Unfallzahlen gerechnet werden: Wenn nichts getan wird, erwartet Thann jedes Jahr eine Zunahme der Unfälle um 100.000 sowie um fünf Prozent bei den Getöteten. Allein im Sport sei in den nächsten Monaten mit 100.000 Unfällen zu rechnen.

Grund für die steigende Anzahl der Unfälle in diesem Bereich sei es auch, dass immer mehr Menschen immer mehr Freizeit haben; auch habe sich das Freizeitverhalten geändert. Menschen seien oft unaufmerksamer und weniger trainiert und würden gefährlichere Sportarten betreiben.

Mit einfachen Maßnahmen könnte man nicht nur viel Leid ersparen, so Thann: „Es rechnet sich auch wirtschaftlich“. Ein Euro, der in Prävention investiert werde, würde neun Euro Rendite in Form von Kosteneinsparungen abwerfen.

Sollten Strukturen und Programme geschaffen werden, sei er sich sicher, dass man auch bei Sport- und Heimunfällen in einigen Jahren die Trendwende schaffen könne.

Unterschätzte Gefahr und mangelndes Wissen


Dass Unfälle keine Zufälle sind, sondern erklär- und damit auch vermeidbare Ursachen haben, illustrierte der Physiker Gruber an einigen Beispielen.

Seien es die Verlagerung des eigenen Schwerpunkts auf einer Leiter, rutschiges Herbstlaub oder Bananenschalen auf der Straße oder die unterschätzte Gefahr von Scootern: Notwendig seien Achtsamkeit, ein Bewusstsein für die Gefahr und nicht zuletzt auch physikalisches Wissen.

Und schließlich sei nicht das das Problem, was wir als gefährlich empfinden: viel gefährlicher sei oft, was wir für harmlos halten.

13.09.2019   Uns steht eine Revolution im Gesundheitswesen bevor

Der neue Allianz Partners Report „Future Health, Care and Wellbeing“ entwirft ein spannendes Zukunftsmodell des Medizinwesens. Dazu sollen etwa Personalisierte Medizin, Stammzellen- und Nanomedizin, Gentherapie und digitale Services gehören. Die Revolution im Gesundheitswesen steht uns bevor – wie können wir uns aber jetzt schon darauf vorbereiten?

Top-Chirurgen werden ferngesteuerte Roboter verwenden, um Patienten auf verschiedenen Kontinenten zu operieren. Bei Babys wird eine DNA-Sequenzierung noch vor der Geburt erfolgen. Patienten werden die Möglichkeit haben, ohne Blutspende neues Blut im Körper zu bilden.

Diese und weitere Zukunftsszenarien zeichnet der neue Allianz Partners Report „Future Health, Care and Wellbeing“.

Dieser wurde vom renommierten britischen Zukunftsforscher Ray Hammond verfasst.

Im Folgenden die wichtigsten Prognosen des Reports zur Zukunft des Gesundheitswesens.

Die Zukunft der Medizin … könnte so aussehen
Ein neuer Bereich zu „prognostischen medizinischen Gesundheitsinformationen“ wird Frühwarnungen von bevorstehenden psychologischen Problemen oder Anzeichen einer sich entwickelnden Krankheit liefern. Ärzte werden rund um die Uhr Echtzeitberichte über die Gesundheit ihrer Patienten erhalten und durch die aktuellen Daten über dringend notwendige Behandlungen informiert.

Die Stammzellenmedizin wird ein effektiver Teil der Schulmedizin werden. Beispielsweise werden für Transplantationen bei Bedarf aus Stammzellen im Labor menschliche Ersatzorgane mit minimalem Abstoßungsrisiko entwickelt.

Die Nanomedizin steckt 2019 noch in den Kinderschuhen, könnte aber letztendlich alle anderen Bereiche der Medizin übertreffen, wenn Wissenschaftler „Designermedikamente“ entwickeln, die weitaus leistungsstärker sind als die heute verfügbaren Medikamente.

Künstliche Intelligenz-Chatbots mit Deep-Learning-Algorithmen werden das Personal in der Notaufnahme entlasten und sich um Patienten kümmern, bei denen kein akuter Notfall besteht (z.B. bei Halsschmerzen, Harnwegsinfektionen usw.).

Medizin steht vor tiefgreifenden Veränderungen
„Am Gesundheitswesen sind alle Menschen interessiert. Innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte werden wir tiefgreifende Veränderungen im Gesundheitswesen feststellen. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Medizin und das Gesundheitswesen eher konservative, sich langsam entwickelnde Bereiche sind, die sich gegenüber Veränderungen resistent zeigen“, betont Studienautor Ray Hammond.

Aktuell wird der weltweite Gesundheitsmarkt auf rund 8,1 Mrd. US-Dollar im Jahr geschätzt. Die jährlichen weltweiten Ausgaben im Gesundheitswesen werden sich bis 2040 auf 18,3 Mrd. US-Dollar mehr als verdoppeln, so der Zukunftsreport.

Neue Modelle der Krankenversicherung
Künftig wird es jedoch auch notwendig sein, ein neues Geschäftsmodell für Krankenversicherungen zu entwickeln, betont der Report.

Krankenversicherungstarife werden wahrscheinlich komplett auf jede einzelne Person zugeschnitten.

Gesundheitsprobleme wird man oft schon bei der Geburt identifizieren und behandeln, Krankheitsfälle werden damit erheblich seltener.

Krankheiten, die nicht schon bei der Geburt geheilt werden konnten, werden dann mit künstlicher Intelligenz und Robotertechnik behandelt.

Gesundheitsdaten im eigenen Körper speichern
Eine wesentliche Verlagerung wird es beim Aufbewahrungsort von Gesundheitsinformationen geben. Zurzeit liegen diese bei Ärzten oder in Krankenhäusern.

„In Zukunft werden Menschen über moderne Technologien oder im Körper eingepflanzte Geräte besseren Zugang zu ihren eigenen Gesundheitsdaten haben“, so Studienautor Ray Hammond abschließend.

Klar ist: auch für zukünftige Krankenversicherer entstehen neue Aufgabenfelder.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen: Fragen Sie Ihren Versicherungsmakler – um zumindest für das Heute und das Morgen einen umfassenden Versicherungsschutz sicherzustellen. Darüber hinaus dürfen Sie sich natürlich auf Ihren Versicherungsmakler verlassen: er wird Entwicklungen im Medizinwesen mit wachem Auge beobachten – und die versicherungsmäßig angemessene Antwort darauf wissen.

27.05.2019   So versichere ich meinen Haushalt gegen Einbruch und Diebstahl

Ein Einbruch bzw. ein Diebstahl ist für einen Geschädigten furchtbar: das Eindringen in seine private Sphäre und der Verlust von Gegenständen, an denen man hängt, kann – abseits des finanziellen Schadens – regelrecht traumatisierend wirken. Umso mehr ist es daher entscheidend, mit dem Versicherungsmakler vorneweg zu klären, wie sich Wertgegenstände bestmöglich versichern lassen.

Die entscheidenden Fragen lauten also: Wenn ich mich vor Einbrüchen nicht zu 100 % absichern kann (kein Mensch kann das): Was muss ich tun, damit die Versicherung im Falle des Falles leistet?

Und schließlich stellt sich natürlich die Frage: Wie muss ich reagieren, sollte bei mir - trotz Sicherheitsvorkehrungen - doch eingebrochen worden sein, um den Anforderungen meiner Haushaltsversicherung zu genügen?

Erster Klärungsbedarf: Entschädigungsgrenzen


Grundsätzlich bestimmt die Haushaltsversicherung für meine Wertgegenstände - wie Schmuck, Bargeld oder Edelmetalle - Entschädigungsgrenzen, deren Höhen maßgeblich davon abhängen, wo meine Wertsachen verwahrt werden.

Gegen einen Prämienzuschlag erhöht meine Haushaltsversicherung die Entschädigungsgrenzen.

Bei Sicherheitstüren oder einer Alarmanlage werden sich die Prämien in aller Regel minimieren.

„Diebstahl ist nicht gleich Einbruch“


„Stichwort Safe“: Klären sie vor der Anschaffung mit Ihrem Versicherungsberater ab, welche Sicherheitsklasse für Ihre Ansprüche erforderlich ist. Tatsächlich gehören Wertgegenstände mit maximal möglicher Sicherheit in Wand- oder Mauersafes oder Geldschränken aufbewahrt.

Für einen sogenannten „einfachen Diebstahl“ (z.B.: der Täter kommt durch die unversperrte Keller- oder Balkontür ins Haus) sind die Entschädigungsgrenzen bedeutend niedriger als bei einem Einbruch. Dies gilt auch für Schäden durch Einbruch in „ständig bewohnten Gebäuden außerhalb der versicherten Wohnung“ (etwa beim Einbruch ins Hotelzimmer).

Manche Haushaltsversicherungen decken mitunter auch den Einbruch ins Garderobekästchen (im Freibad oder im Fitnessstudio) bis zu einer maximalen Summe ab (etwa bis zu 500 €).

Nachsatz: Beim Versicherungsmakler gehört zudem abgeklärt, ob auch Schäden durch Vandalismus (im Rahmen eines Einbruchdiebstahls) abgedeckt sind. Dann werden nämlich auch die Kosten der Wiederherstellung beschädigter Baubestandteile - wie Fenster und Türen - ersetzt. Auch die Kosten für notwendige Schlossänderungen sind oftmals mitversichert.

Notwendige Sicherheitsvorkehrungen


Ist niemand zu Hause, gehören alle Türen und Fenster ordnungsgemäß verschlossen: Ansonsten könnte man der Versicherungsleistung wegen einer sogenannten Obliegenheitsverletzung verlustig gehen.

Um den Nachweis eines Schadens erbringen zu können, gehört ein Verzeichnis der Wertgegenstände (samt Wertangaben, korrelierend zu den beigefügten Rechnungskopien) geführt. Fotos zu diesen gehören gesondert aufbewahrt.

Und im „Falle des Falles“?


Verständigen Sie nach einem Einbruch oder Diebstahl unverzüglich die Polizei - über die Nummer 059 133 wird man automatisch mit der nächstgelegenen Polizeidienststelle verbunden - und melden Sie den Vorfall Ihrer Versicherung.

Sie kennen das aus dem TV-Tatort: Warten Sie mit dem Aufräumen bis zum Eintreffen der Polizei ab - belassen Sie den Tatort so, wie Sie ihn vorgefunden haben.

Veranlassen Sie eine sofortige Sperrung, falls Sparbücher, Wertpapiere, Bankomatkarte, Kreditkarte oder Handy gestohlen wurden.

Und schließlich: Bei der Kriminalitätsopferhilfe Weißer Ring findet man psychologische Betreuung.

27.03.2019   Berufsunfähigkeit: „So viel kann man verlieren“

Bei der Berufsunfähigkeit handelt es sich um ein Risiko, das nur teilweise durch eine öffentliche Versicherung gedeckt ist. Gerade für junge, aufstrebende Personen ist die Gefahr einer Einkommenslücke sehr groß, da diese erst sehr spät in ihrer Karriere wirklich gut verdienen, der Staat im Unglücksfalle diesen zu erwartenden Einkommenssprung aber nicht berücksichtigt.

Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit gehört in Österreich (noch) nicht zum Standard, wie eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) im Auftrag des Versicherungsverbandes Österreich (VVO) zeigt.

Konkret hat gegenwärtig nur jeder 25. beschäftigte Österreicher eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese vier Prozent nehmen sich äußerst schmal gegenüber den Zahlen in Deutschland bzw. in den USA aus: dort haben jeweils ein Drittel mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorgesorgt.

Die Einkommenslücke ist eine Altersfrage


Berufsunfähigkeitsversicherungen springen grundsätzlich ein, wenn eine Person aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachkommen kann. Die heimische Statistik sieht diesen Fall bei den unter 25-jährigen für Einen unter 10.000 Personen gegeben. Bei den 45-Jährigen hingegen sind schon 14 Personen im 10.000er-Schnitt betroffen, bei den 60-Jährigen gar 110 aus dem 10.000er-Sample.

Laut WIFO-Studienautor Thomas Url verlieren Männer mit 25 Jahren bei Berufsunfähigkeit – so sie nicht versichert sind – von einem Drittel bis zur Hälfte ihres künftig noch zu erwartenden Nettolebenseinkommens. Die Entgangspanne bewegt sich bei gleich alten Frauen in einem leicht nach unten verschobenem Spektrum.

Die gegenständliche Studie belegt klar: Je älter man wird, desto mehr nimmt die hypothetische Einkommenslücke durch eine Berufsunfähigkeit ab. Bei 60-jährigen Männern schwankt diese zwischen sechs und zehn Prozent, bei Frauen zwischen acht und elf Prozent, so Url.

An wen sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung insbesondere richtet


Welcher Personenkreis müsste sich aber durch das Sicherheitsversprechen einer Berufsunfähigkeitsversicherung vor allem angesprochen fühlen?

Für Studienautor Url sind insbesondere „junge, gut ausgebildete Menschen, denen potenziell eine große Karriere bevorsteht, wie Akademiker oder technische Fachkräfte“ Adressaten einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Grundsätzlich springt der Staat im Falle einer Berufsunfähigkeit mit 70 % des Letzteinkommens ein. Gerade den oben Beschriebenen müsste das sauer aufstoßen, zumal deren Einkommenskurve erst später in ihrer Berufskarriere deutlicher nach oben ausschlägt.

Bei einer staatlichen Auszahlung könne sich solcherart eine Einkommenslücke von 30 bis 50 % ergeben, so Url, weil eben der Staat nur das aktuelle Einkommen berücksichtigt, und nicht das künftig zu erwartende. Kurzum: Es wird so getan, als bliebe das Einkommen gleich.

Prämienaufkommen in Österreich


Im Jahre 2017 wurden in Österreich aus Berufsunfähigkeitsversicherungen knapp 30 Mio€ an Prämien eingenommen, aufgeteilt auf rund 60.000 Verträge. So errechnet sich im Durchschnitt eine Jahresprämie von 500 €.

Ein Jahr zuvor waren es erst 22 Mio€ Prämien aus knapp mehr als 40.000 Versicherungsverträgen. Ein deutlicher Nachfrage-Trend ist somit auszumachen.

Und was die Versicherungssumme betrifft: Diese stieg zuletzt von 2,05 auf 2,37 Mrd€.

„Deutsche Verhältnisse“
Warum aber versichern sich in Deutschland relativ mehr Menschen gegen Berufsunfähigkeit? Die Antwort ist der dortige Sozialstaat – grob gesprochen gibt es im Nachbarland keinen staatlichen Schutz mehr für Jüngere, weil: Im Jahr 2001 wurde die Berufsunfähigkeitsrente für jene abgeschafft, die nach dem Jahr 1961 das Licht der Welt erblickten. Anstelle der Berufsunfähigkeitsrente wurde Anfang der Nuller-Jahre die sogenannte Erwerbsminderungsrente gesetzt. Diese sieht aber freilich keinen „Berufsschutz“ mehr vor.

Was passiert in Deutschland also, wenn jemand – etwa wegen eines Unfalls – seinen angestammten Beruf nicht mehr ausüben kann? Das Gesetz schreibt in Deutschland vor, dass diese Person in eine andere Branche zu wechseln hat – selbst wenn der Job als „untergeordnet“ dem bisherigen anzusehen ist. Eine Erwerbsminderungsrente kommt jedenfalls überhaupt nur mehr in Betracht, wenn für diese Person gar nicht (oder kaum) mehr Teilhabe am Berufsleben möglich ist. Nachsatz: Hier gibt es deutliche Abstufungen bei den Bezügen.

Nach all dem Beschriebenen leuchtet ein, warum auch Versicherungsmakler ihren Kunden stark zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung raten.

14.01.2019   Katastrophen nehmen zu

Nur die Hälfte der Schäden in Österreich in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro im Jahr 2018 sei durch Versicherungen gedeckt. Zugenommen hat in den vergangenen fünf Jahren aber immerhin das Gefahrenbewusstsein der Bevölkerung. Eine Expertenrunde diskutierte im Dezember dieses „heiße“ Thema.

2018 war, das steht fest, das wärmste oder zweitwärmste Jahr in der 252-jährigen österreichischen Messgeschichte, so Michael Staudinger bei einer Diskussion des heimischen Versicherungsverbands (VVO).

Hitze, Trockenheit und Überschwemmungen hätten das vergangene Jahr zu einem der Extreme gemacht, fügt der Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hinzu. Und der Präsident des Verbandes, Othmar Ederer, betonte, dass jede Region des Landes von Extremwetterereignissen betroffen gewesen sei.

Menschen sind sensibilisierter


In den vergangenen fünf Jahren sei allerdings das Gefahrenbewusstsein in Österreich deutlich gestiegen, erklärte der Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), Othmar Thann.

2013 habe noch große Skepsis geherrscht, viele Menschen seien der Meinung gewesen, Naturkatastrophen würden sie nicht berühren. Heute seien die Auswirkungen weit deutlicher spürbar. So sehe laut einer aktuellen Studie jeder Zweite große Gefahren durch Unwetter, Hagel oder Stürme; vor fünf Jahren war es nur jeder Vierte gewesen.

Und während sich damals mehr als die Hälfte der Befragten nicht durch Hochwasser gefährdet sah, ist es nun nur noch ein Drittel.

Klimawandel ist spürbar


„Der Klimawandel ist da“ und auch in Österreich spürbar, betonte bei der Veranstaltung Günter Liebel vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Maßnahmen dagegen zu ergreifen sei das eine, ihn zu akzeptieren und entsprechend zu behandeln das andere.

Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass Naturkatastrophen nicht ausgeschlossen werden können, es gehe darum, die Risiken zu minimieren.

Wichtig sei aber auch die Bewusstseinsbildung. Eine Möglichkeit dazu biete die österreichische Risikolandkarte Hora (www.hochwasserrisiko.at), die flächendeckend für jedes Haus eine Ersteinschätzung der persönlichen Gefahrensituation für acht Naturgefahren ermöglicht.

Nur die Hälfte der Schäden ist versichert


Die Versicherungswirtschaft rechnet für das vergangene Jahr wie erwähnt mit Schäden durch Naturkatastrophen in Höhe von 500 bis 600 Millionen Euro; nur rund die Hälfte davon dürfte von Versicherungen gedeckt sein, so Ederer.

Dabei sei es noch ein „Glück“ gewesen, dass sich viele in nicht sehr dicht besiedelten Gebieten ereignet haben. Andernfalls wären die Schäden wohl „eine Zehnerpotenz höher“ ausgefallen.

Beispiel Hochwassergefahr


Hinter Tschechien habe Österreich in der EU das zweitgrößte Hochwasserrisiko, erklärte Franz Prettenthaler von der Forschungsgesellschaft Joanneum Research. 200.000 hochwassergefährdete Gebäude gebe es in Österreich, der Gebäudewert im Einflussbereich eines hundertjährigen Hochwassers betrage 150 Milliarden Euro.

Um mögliche Schäden zu minimieren, sei Risikovorsorge dringend nötig. Günter Liebel erinnerte daran, dass sein Ministerium pro Jahr 100 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert: „Ohne sie wären die Schäden viel höher.“

Und Prettenthaler warnt vor dem Nichterreichen der Klimaziele: Jedes nicht geschaffte Zehntel-Prozent werde Milliarden kosten.

17.12.2018   So gebe ich im Advent dem Wohnungsbrand keine Chance

Oft reicht eine kleine Unachtsamkeit, um ein Feuer in der Wohnung zu entfachen. Selbstverständlich muss man nicht auf festlichen Kerzenschein verzichten – viele Brände lassen sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen vermeiden.

Teelichter, Kerzen und andere Arten des offenen Lichts und Feuers zählen zu den Brandursachen Nummer 1: Die durchschnittliche Schadenssumme dieser Zündquellen beträgt österreichweit 45,5 Millionen Euro pro Jahr.

Es dauert nur 20 Sekunden, bis der Christbaum in Vollbrand steht. In ca. anderthalb Minuten kann bereits die Wohnung brennen.

Nachfolgend wurden einige Tipps zusammengestellt, um zu zeigen, wie man reagiert, falls doch mal ein Feuer ausbricht.

Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt


Gestecke und Christbäume können innerhalb weniger Sekunden abbrennen und einen Wohnungsbrand auslösen.

Halten Sie Adventkränze und Christbäume feucht


Besprühen Sie Adventkränze und Christbäume regelmäßig mit Wasser.

Sehr trockene Kränze sollten wegen der erhöhten Brandgefahr überhaupt nicht mehr angezündet werden.

Kaufen Sie den Christbaum so kurz wie möglich vor dem Fest und lagern Sie ihn kühl, z.B. auf dem Balkon, um Austrocknung zu vermeiden.

Stellen Sie Christbäume oder Kränze nicht neben der Heizung oder neben Wärmequellen auf.

Vorsicht bei leicht brennbaren Materialien


Stellen Sie Teelichter und Adventskränze nur auf nicht brennbare Unterlagen z.B. aus Glas, Blech oder Keramik.

Stecken Sie Christbaumkerzen in nicht brennbare Kerzenhalter und halten Sie zu Vorhängen einen Sicherheitsabstand von 50 cm.

Platzieren Sie die Christbaumkerzen nicht zu nahe an Zweige oder Schmuck. Besonders gefährlich sind Papierschmuck oder Strohsterne. Der Abstand nach oben sollte mindestens 20 cm sein.

Lassen Sie die Fenster geschlossen, um zu vermeiden, dass die Vorhänge über eine Kerzenflamme geweht werden.

Achtung beim Anzünden der Christbaumkerzen


Verwenden Sie einen stabilen Christbaumständer und stabile Kerzenhalterungen.

Zünden Sie die Kerzen beginnend von der Baumspitze von oben nach unten an. Beim Auslöschen genau umgekehrt.

Verwenden Sie keine Sternspritzer. Die Funken sind unberechenbar und bergen ein besonders großes Brandrisiko.

Eine sicherere Alternative zu Wachskerzen sind LED-Christbaumkerzen oder LED-Lichterketten.

Lassen Sie bei Kindern und Haustieren besondere Vorsicht walten


Lassen Sie Kinder und Haustiere nie unbeaufsichtigt allein mit brennenden Kerzen.

Ausgelassenes Spielen rund um offene Lichtquellen ist tabu, damit Kerzen oder der Christbaum nicht umgeworfen werden.

Erklären Sie Ihren Kindern die Gefahren und das richtige Verhalten im Brandfall.

Bewahren Sie Zünder und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Bringen Sie Rauchmelder an


Im Brandfall zählt jede Sekunde. Rauchmelder sind zuverlässige, lebensrettende Sirenen und mit wenigen Handgriffen montiert.

Halten Sie Löschmittel parat


Stellen Sie einen Wasserkübel bereit – aber nicht unter oder hinter dem Baum, denn bei einem Brand ist dieser dann oft nicht mehr erreichbar.

Hand-Feuerlöscher sind noch effektiver als Wasser. Die richtige Handhabung ist auf jedem Feuerlöscher beschrieben und sollte durchgelesen werden, bevor es zu einem Notfall kommt.

Legen Sie am besten eine Löschdecke direkt unter den Christbaum.

Richtiges Verhalten im Brandfall


Alarmieren: Rufen Sie die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122, bevor Sie Flucht- oder Löschversuche wagen. Hier gilt: Lieber einmal zu oft anrufen, als zu spät.

Retten: Bringen Sie Ihre Familie/Mitbewohner in Sicherheit, warnen Sie auch gefährdete Nachbarn und helfen Sie Personen, die nicht alleine flüchten können. Denken Sie daran, dass die Gefahr nicht nur von den Flammen ausgeht. Eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach wenigen Minuten tödlich sein.

Löschen: Falls die Flucht nicht mehr möglich oder der Brand noch klein ist, sollten Sie nach der Alarmierung der Feuerwehr selbständige Löschversuche starten. Viele Brände können im Anfangsstadium mit einem Feuerlöscher oder einer Löschdecke gelöscht oder zumindest eingedämmt werden.

Und wie immer: Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Versicherungsmakler! Wir wünschen einen sicheren Advent und ein Frohes Weihnachtsfest!

15.10.2018   Was in einem Kellerabteil tatsächlich versichert ist

Der Einbruch in ein Kellerabteil brachte die Betroffenen dazu, die Sachlage aufzurollen. Laut den Versicherungsbedingungen gehörte „sonstiger Boden- und Kellerkram“ zu den versicherten Gegenständen. Die eingeschaltete Rechtsservice- und Schlichtungsstelle empfahl jedoch die Deckung hinsichtlich des RC-Autos, nicht aber hinsichtlich der Gaspistole.

Bei einem Einbruch in ein Kellerabteil eines Mehrfamilienhauses wurden laut polizeilicher Anzeigenbestätigung eine CO2-Pistole, ein Koffer und ein RC-Auto Modell (ein großes ferngesteuertes Modellauto, Anm.) samt Zubehör gestohlen.

Die Eigentümerin hatte eine Haushaltsversicherung abgeschlossen.

Laut den „Allgemeinen Bedingungen für die Haushaltsversicherung mit klassischer Deckung“ galten neben der Wohnung auch „Ersatzräume“, zu denen Kellerabteile zählen, als Versicherungsräumlichkeiten.

Für versicherte Sachen in solchen Ersatzräumen war aber eine Einschränkung vorgesehen.

Tatsächlich versichert laut den Bedingungen
Versichert waren in diesen Ersatzräumen laut den Bedingungen tatsächlich aber:

• Möbel und Stellagen,

• Werkzeug und Kraftfahrzeug-Zubehör,

• Vorräte und Heizmaterial, Kühl-, Wasch-, Heiz- und Trockengeräte,

• Reise- und Sportutensilien,

• Fahrräder und Schlauchboote ohne Motorantrieb,

• Bekleidungsstücke und Textilien,

• sonstiger Boden- und Kellerkram.

Versicherung lehnte Deckung teilweise ab


Die Versicherung anerkannte einen Schaden von 200 Euro für den Koffer (Reiseutensil) sowie von 300 Euro für Boden- und Kellerkram.

Abgelehnt wurde die Deckung für die Gaspistole und das RC-Auto samt Zubehör, da es sich dabei um nicht versicherte Gegenstände im Sinn der Versicherungsbedingungen handle.

Die Versicherungsnehmerin wandte sich daraufhin an die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten (RSS).

Am Schlichtungsverfahren hat die Versicherung trotz Urgenz nicht teilgenommen, teilte die RSS mit.

Rechtliche Beurteilung


Die Auslegung von Allgemeinen Versicherungsbedingungen habe sich nach ständiger Rechtsprechung am Maßstab des durchschnittlich verständigen Versicherungsnehmers zu orientieren, so die RSS.

Die Klauseln seien aus ihrem Zusammenhang heraus auszulegen, wobei der für einen objektiven Beobachter erkennbare Zweck einer Bestimmung zu berücksichtigen sei. Unklarheiten würden dabei regelmäßig zu Lasten des Versicherers gehen.

Darüber hinaus dürften Ausschlüsse nicht weiter ausgelegt werden, als es ihr Sinn erfordere.

Empfehlung der RSS


Die Versicherungsbedingungen seien daher darauf zu überprüfen, ob die Elemente der Stehlgutliste unter die Liste der versicherten Gegenstände zu subsumieren seien.

Demnach beinhalte der Begriff „Boden- und Kellerkram“ weniger wertvolle Sachen, die üblicherweise außerhalb der Wohnung aufbewahrt werden. Darunter können laut RSS auch RC-Autos samt Zubehör verstanden werden.

Die gestohlene Gaspistole falle zwar nicht unter das Waffengesetz, dennoch werde man eine derartige Waffe „nach der menschlichen Erfahrung nicht im Keller aufbewahren“, sondern in der Wohnung an einem sicheren Platz lagern.

Die Schlichtungsstelle empfahl der Versicherung daher die Deckung hinsichtlich des Modell-Autos, nicht aber hinsichtlich der Gaspistole.

09.07.2018   Männer leben gefährlich(er)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs waren 2017 für fast zwei Drittel der Sterbefälle in Österreich verantwortlich. Bei vielen Krankheiten ist die Sterblichkeit der Männer deutlich höher als bei Frauen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwa ist sie doppelt so hoch. Das geht aus jetzt veröffentlichten Daten der Statistik Austria hervor.

Die gute Nachricht ist: Die Gesamtsterblichkeit sank in den vergangenen zehn Jahren für beide Geschlechter. Die schlechte Nachricht ist: Nach wie vor zeigte sich jedoch ein deutlich höheres Sterberisiko für Männer in zahlreichen Krankheitsgruppen, wie die gerade herausgekommene Statistik Austria-Untersuchung „Todesursachen 2017“ zeigt.

Im Vorjahr verstarben sowohl Männer als auch Frauen am häufigsten an Krankheiten, die im Alter vermehrt auftreten. Grund dafür ist die stetig steigende Lebenserwartung: Mehr als die Hälfte der 83.270 im Jahr 2017 verstorbenen Personen war über 80 Jahre alt.

m Jahr 2017 lag die Lebenserwartung für Männer bei 79,3 Jahren und für Frauen bei 83,9 Jahren. Sehen wir uns die Erkenntnisse genauer an - sie sind sehr aufschlussreich.

Häufigste Todesursachen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs


Die zwei häufigsten Todesursachengruppen, Herz-Kreislauf-Krankheiten (33.125 Sterbefälle oder 39,8 Prozent) und Krebs (20.261 Sterbefälle oder 24,3 Prozent), verursachten im Jahr 2017 zusammen rund zwei Drittel aller Sterbefälle.

Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (6,4 Prozent), Verletzungen und Vergiftungen (5,3 Prozent), Krankheiten der Verdauungsorgane (3,5 Prozent) und auf sonstige Krankheiten (20,8 Prozent).

Höhere Sterblichkeit von Männern bei zahlreichen Krankheiten


Männer hatten nach wie vor eine um 4,6 Jahre niedrigere Lebenserwartung als Frauen und zeigten in zahlreichen Krankheitsgruppen eine deutlich erhöhte Sterblichkeit.

Innerhalb der bedeutendsten Todesursachengruppe, den Herz-Kreislauferkrankungen, war die höhere Sterblichkeit der Männer insbesondere beim Herzinfarkt augenfällig: Männer hatten ein doppelt so hohes Sterberisiko aufgrund von Herzinfarkt als Frauen.

Die Sterblichkeitsursachen im Detail


Unter den Krebssterbefällen zeigte sich eine erhöhte Männersterblichkeit bei fast allen Krebsarten. Vor allem bei Kehlkopfkrebs (7,8-mal höhere Sterblichkeit als Frauen), Speiseröhrenkrebs (5,2-mal), Krebs der Harnblase (3,8-mal), Krebs des Rachenraums (3,7-mal) und Leberkrebs (2,8-mal) war die Sterblichkeit von Männern wesentlich höher.

Bei Nierenkrebs, Lungenkrebs und Magenkrebs hatten Männer ein jeweils doppelt so hohes Sterberisiko wie Frauen. Auffallend war auch die höhere Sterblichkeit der Männer aufgrund von äußeren Ursachen wie Suiziden (4,3-mal höhere Sterblichkeit als Frauen) und Transportmittelunfällen (3,4-mal).

Bei seltener vorkommenden Todesursachen wie Stürzen oder unbestimmten Ereignissen wiesen Männer ebenfalls eine erhöhte Sterblichkeit auf. Darüber hinaus zeigte sich auch bei alkoholassoziierten Todesursachen wie Leberzirrhose (2,8-mal), Drogenabhängigkeit und Morbus Parkinson eine „Übersterblichkeit“ (so der Fachbegriff) der Männer.

Bei Frauen war in keiner Krankheitsgruppe eine signifikant höhere Sterblichkeit gegenüber Männern zu beobachten.

Höhere Sterblichkeit der Männer bei Lungenkrebs verringert sich


Das höhere Sterberisiko der Männer konnte in den vergangenen zehn Jahren vor allem in einer Krankheitsgruppe deutlich reduziert werden: Die Übersterblichkeit aufgrund von Lungenkrebs bei Männern war 2008 noch 2,7-mal und 2017 nur noch 2,0-mal höher als bei Frauen.

Dies ist einerseits auf die Reduktion des männlichen Sterberisikos, andererseits aber auch auf die Erhöhung der Lungenkrebssterblichkeit bei Frauen zurückzuführen.

Was die von der Statistik Austria erhobenen Todesursachen im Vorjahr betrifft, drängt sich diese eindeutige Lesart auf: Männer leben ungesünder als Frauen, dafür haben sie die Folgen zu tragen – nicht nur mit einem relativ verfrühten Tod, sondern auch mit Krankheiten und Beschwerden zu Lebzeiten.

Tröstlich hingegen ist der Gedanke, dass es für eine Umstellung der eigenen Lebensgewohnheiten nie zu spät ist. Vielmehr ist die beste Zeit dafür: jetzt! Bleiben Sie gesund!

25.06.2018   Zu viele Kicker verbringen „dritte Halbzeit“ im Spital

Fußball ist hierzulande zweitgefährlichster Breitensportart: Fußballverletzungen haben in den letzten drei Jahren um ein Viertel zugenommen, insbesondere Kopfverletzungen werden immer häufiger. Weil die staatliche Unfallversicherung bei Freizeitunfällen dieser Art aussteigt, braucht es eine private Unfallversicherung.

Ob der FC Liverpool wohl das Champions League-Finale gegen Real Madrid gewonnen hätte, wäre Sturmtank Mohamed Salah nicht von Reals Brutalo-Verteidiger Sergio Ramos derart unschön gestoppt worden? Wir erinnern uns: Ramos verdrehte Salahs Arm und ließ sich auf diesen fallen: Salah musste das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen.

Im ersten Gruppe A-Spiel der WM 2018 wurde Salah noch geschont, in der Begegnung gegen Gastgeber Russland war er aber schon wieder in der Startelf aufgestellt, und konnte auch einen Elfmeter verwandeln, allein das reichte nicht: Russland bezwang Ägypten mit 3:1, das schon in der Vorrunde ausschied.

Während Fußballfans diese WM in Russland also mit Begeisterung verfolgen, darf nicht übersehen werden, dass das Spiel auf den heimischen Plätzen ständig seinen Tribut fordert. Pro Tag landen durchschnittlich 128 Personen nach einem Match im Spital, Hobbykicker genauso wie Vereinsspieler, so das Ergebnis einer aktuellen Allianz Unfallanalyse.

Ohne private Unfallversicherung drohen massive Kosten


Fußball ist damit nach dem Skifahren die zweitgefährlichste Breitensportart, die die Österreicher - Damen wie Herren - betreiben: Für rund 8 Prozent aller Spieler endet die Jagd nach dem runden Leder im Laufe eines Jahres mit einer erheblichen Verletzung.

Die staatliche Unfallversicherung greift bei Freizeitunfällen dieser Art nicht, warnt Silke Zettl, Versicherungsexpertin der Allianz. Ohne private Unfallversicherung können massive finanzielle Belastungen für die Betroffenen die Folge sein.

Bewegungsapparat ist am meisten gefährdet


46.900 Österreicher verletzten sich laut Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im vergangenen Jahr beim Kicken derart, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Lauf der letzten drei Jahre stieg diese Zahl um fast ein Viertel.

90 Prozent aller Verletzungen betreffen den Bewegungsapparat, naturgemäß überwiegend die Beine. Muskel-, Bänder- und Sehnenverletzungen passieren laut Statistik am häufigsten, gefolgt von Knochenbrüchen und Prellungen. Auch Kopfverletzungen nahmen in den letzten Jahren deutlich zu und liegen bereits bei etwa fünf Prozent.

Fußball wird immer kampfbetonter


Fußball wird heute auch im Amateur- und Hobbybereich wesentlich körperbetonter als früher gespielt. Laut KFV geschehen rund ein Drittel der Verletzungen im direkten Kontakt mit einem Gegenspieler - ein Wert, den man sonst nur aus Kampfsportarten kennt.

Kein Wunder also, dass bereits jeder zehnte Leistungsfall in der Unfallversicherung der Allianz auf Fußball zurückzuführen ist.

Wichtig ist eine realistische Einschätzung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit, unbedingt aber ein umfangreiches Aufwärm- und Dehnprogramm, betonen Sportmediziner immer wieder: Vom Bürostuhl direkt aufs Spielfeld zu wechseln und den Stars nachzueifern, kann leicht schief gehen.

Private Unfallversicherung als Vorsorge


Zu empfehlen ist den rund 600.000 Personen, die in Österreich regelmäßig Fußball spielen, davon knapp ein Viertel in den 2.217 Vereinen des Landes, jedenfalls eine entsprechende Unfallvorsorge.

Auch, wer nur hin und wieder seine Fußballschuhe anzieht, sollte seine Versicherungssituation überdenken, damit einem eventuellen Sportunfall nicht auch noch ein finanzieller Schaden folgt.

Was Fußballfans noch interessieren könnte


Fans der deutschen Bundesliga wird die Seite fussballverletzungen.com sicher interessieren. Hier gibt es spannende Statistiken, beispielsweise die Verletzungstabelle 2017/18.

Demzufolge schneidet der Rasenball Leipzig am besten ab: Mit durchschnittlich „nur“ 27,05 Verletzungstagen pro Spieler liegen die Leipziger auf Platz eins. Hoffenheim ist Gesamtjahres-Zweiter mit deutlichem Abstand (33,86 Verletzungstage pro Spieler), selbst wiederum nur knapp vor Leverkusen (34,15 Tage/Spieler).

Die Bayern liegen mit durchschnittlich 51,14 Fehltagen pro Spieler auf einem Mittelfeldplatz (11. Rang) und Borussia Mönchengladbach ist mit 68,68 Ausfalltagen pro Spieler endgültig am Tabellenende angekommen. Zum Vergleich: Unter Lucien Favre hatte das Team 2014/15 noch am besten abgeschnitten.

Die dritte Halbzeit gehört nicht im Spital ausgetragen: Fußball gehört aufs Spielfeld, dort regiert „König Fußball“.

22.03.2018   Typische Irrtümer bei Kfz-Unfällen und Versicherungen

Wie ist eine Unfallmeldung auszufüllen? Wer ist überhaupt schuld? Aber auch: Inwieweit ist der Schaden gedeckt? Rund um Kfz-Haftpflichtversicherungen gibt es zahlreiche Fragen, auf die die Uniqa-Versicherung in einer Aussendung jetzt Antworten gab.

Man kann noch so umsichtig fahren - ein Verkehrsunfall kann schneller passieren, als man glaubt. Der erste Schock hat sich gelegt und zwangsläufig tauchen Fragen auf. Etwa die Frage nach dem Verschulden.

Und, natürlich: Welche Versicherung wird den Schaden übernehmen? Was das Schadensgeschehen Auffahrunfall betrifft, gehen in der Bevölkerung viele Gerüchte um. Weit verbreitete Irrtümer können aber aufgeklärt werden.

Muss man bei der Polizei melden?


„Bei einem Verkehrsunfall muss - im Prinzip - immer die Polizei verständigt werden?“ Falsch! Gibt es bei einem Unfall „nur“ einen Sachschaden, muss die Polizei nicht verständigt werden. Freilich müssen sich dazu die Unfallbeteiligten untereinander ausweisen können - mit Namen und Anschrift.

Wird dennoch die Polizei gerufen, wird eine Unfallmeldegebühr (die sogenannte „Blaulichtsteuer“) von 36 Euro fällig. Diese ist von jener Person zu bezahlen, die die Polizei verständigt hat (selbst, wenn diese den Unfall nicht verursacht hat).

Polizeiliche Anzeigepflicht besteht allerdings in jedem Fall bei Personenschaden.

„Wisch unter der Windschutzscheibe“


„Ich habe ein parkendes Auto beschädigt? Reicht doch, wenn ich meine Kontaktdaten in die Windschutzscheibe stecke.“ Falsch!

Wenn man einen Schaden verursacht hat, muss man das Kennzeichen notieren und den Schaden unverzüglich bei der Polizei melden. Eine Blaulichtsteuer fällt dann nicht an.

Handelt man aber wie oben („ … das mit dem Zettel wird schon passen!“) begeht man aus rechtlicher Sicht Fahrerflucht: Dann ist mit einer Geldstrafe zu rechnen.

„Das brauche ja nicht ich zu melden.“


„Ich bin ja nicht schuld! Deswegen muss ich den Schaden auch nicht der Versicherung melden.“ Falsch!

Generell lautet die Faustregel: Jedes Ereignis, das schadenersatzrechtliche Ansprüche nach sich ziehen könnte, muss der Versicherung gemeldet werden.

Ein Kfz-Schaden ist grundsätzlich in der Haftpflichtversicherung gedeckt. Unrechtmäßige Schadensforderungen kann die Versicherung aber nur ablehnen, wenn sie dazu imstande ist, sprich: wenn sie alle relevanten Informationen hat - und das alsbald.

Noch einmal die Faustregel: Jeder Unfall gehört - unabhängig vom Verschulden - binnen einer Woche der eigenen Haftpflichtversicherung gemeldet.

Wer über die Schuld entscheidet


Rein versicherungsrechtlich gesehen, hat die Polizei hierzulande keine Befugnis, zu entscheiden, wer schuld ist.

Ihre Aufgabe ist es lediglich, den Unfall aufzunehmen. Stets wird geprüft, ob möglicherweise ein strafbarer Verstoß vorliegt, etwa unterlassene Hilfeleistung.

Es ist Sache der Versicherung (allenfalls mithilfe eines Sachverständigen), den Unfallhergang zu beurteilen: hierbei dreht es sich um die Schadenshöhe und die Schuldfrage. Nachsatz: Im Ausland sieht dies freilich oft anders aus.

„Ich muss ja keinen Alkotest machen.“


Verweigert man den Alkomattest grundlos - medizinische Ursachen könnten allenfalls gegen so einen Test ins Treffen geführt werden -, muss die Behörde immer von „Schlimmsten“ ausgehen, in diesem Fall: vom höchstdenkbaren Alkoholisierungsgrad.

Die Folge: Neben einer beträchtlichen Geldstrafe, dem Führerscheinentzug und langwierigen Nachschulungen hat diese Einstufung nach dem höchsten Grad bei einem Unfall gravierende Auswirkungen auf den Versicherungsschutz.

Verbreiteter Irrtum bei Auffahrunfällen


Die StVO § 18 Absatz 1 schreibt Fahrzeuglenkern vor, zum vorausfahrenden Fahrzeug solch einen Abstand einzuhalten, dass „jederzeit das rechtzeitige Anhalten möglich ist, auch wenn das vordere Fahrzeug plötzlich abgebremst wird.“

Bei Auffahrunfällen ist die Schuldfrage nicht klar zu beantworten. Macht der Vordermann unversehens und ohne einleuchtenden Grund eine Vollbremsung, kann ihm eine Teilschuld zufallen.

Fährt man auf ein stehendes Auto auf, das unbeleuchtet und auch ungesichert auf der Straße abgestellt worden ist, trifft dessen Halter möglicherweise eine Teilschuld.

Unschuldig in den Malus?


Der Gesetzgeber kennt auch Unfallereignisse, bei denen der Fahrzeughalter ohne Verschulden haftet. Beispielsweise, wenn man - trotz regelmäßiger und ordnungsgemäßer Wartung - während der Fahrt einen Reifenplatzer hat.

Im hypothetischen Beispiel verliert man die Kontrolle über den Wagen und fährt in ein anderes Fahrzeug. In diesem Fall schützt die Haftpflichtversicherung und springt für die berechtigten Forderungen ein.

Wermutstropfen: Die Versicherungsleistung wirkt sich negativ auf die Bonus/Malus-Einstufung des „Unglücksraben“ aus.

Wer aller versichert ist


All Jene, die mit Wissen und Willen des Fahrzeughalters im Betrieb des Fahrzeuges tätig beziehungsweise aktiv sind, sind mitversichert. Darunter fällt also nicht nur der Lenker, sondern beispielsweise auch der Tankwart.

Dieser könnte ja - denkbar ist das - beim Betanken des Fahrzeugs einen Schaden verursachen. Aber selbstverständlich haben auch Personen, die mit dem Fahrzeug transportiert werden, oder sogar ein Passant, der den Fahrzeuglenker einweist, Versicherungsschutz.

Man sieht: Erst das Wissen macht sicher.

30.01.2018   Jeder sechste Verstorbene wurde keine 65 Jahre alt

Dass morgen noch alles ist wie heute, kann niemand garantieren. Doch insbesondere, wenn ein Ehepartner und/oder Elternteil eines minderjährigen Kindes noch im Erwerbsleben stirbt, ist es wichtig, dass die Angehörigen durch den Todesfall nicht auch noch in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu passende Absicherungs-Möglichkeiten an.

Nach Daten der Statistik Austria hat ein in 2016 geborener Junge eine durchschnittliche Lebenserwartung von bis zu 79 Jahren. Bei einem im gleichen Jahr geborenen Mädchen liegt die Lebenserwartung im Durchschnitt bei bis zu knapp 84 Jahren. Doch dass noch lange nicht alle so alt werden, zeigt die Todesfallstatistik mit den Daten bis 2016. Von insgesamt fast 80.700 Personen, die 2016 verstorben sind, waren knapp 12.500 Personen unter 65 Jahre alt.

Demnach erreichten rund 15 Prozent aller in 2016 Verstorbenen das gesetzliche Pensionsalter eines Mannes – nicht, also rund jeder sechste Verstorbene war jünger als 65 Jahre. Insgesamt waren sogar fast elf Prozent der Verstorbenen, also mehr als jeder Neunte, jünger als 60 Lebensjahre – das bis 2024 gesetzliche Pensionsalter von Frauen. Zu etwa den gleichen prozentualen Werten kommt auch die Statistik für alle Personen, die in den Jahren von 2010 bis 2016 verstorben sind.

Die gesetzliche Hinterbliebenenpension reicht in der Regel nicht


Die Zahlen zeigen, dass man sich grundsätzlich nicht darauf verlassen kann, auch den Ruhestand zu erleben. Wenn man Familie hat, ist es umso wichtiger, dass im eigenen Todesfall die Angehörigen wie Ehepartner oder Kinder zumindest finanziell abgesichert sind, um ihren bisherigen Lebensstandard zu halten.

Denn die gesetzliche Hinterbliebenenpension, also Witwen-/Witwer- oder auch Waisenpension, sofern überhaupt ein Anspruch darauf besteht, ist in der Regel deutlich geringer als das bisherige Einkommen des Verstorbenen. Dies verdeutlichen folgende Daten des Handbuchs der österreichischen Sozialversicherung 2017, herausgegeben vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungs-Träger: Frauen, die 2016 eine gesetzliche Hinterbliebenenpension bezogen, bekamen im Durchschnitt 758 Euro monatliche Witwenpension.

Bei den Männern lag die durchschnittliche gesetzliche Witwerpension bei 338 Euro im Monat. Die Höhe der monatlichen Waisenpension für alle Kinder, die 2016 eine solche Pension erhielten, betrug im Durchschnitt 368 Euro. Da die gesetzliche Hinterbliebenenpension für eine finanzielle Absicherung der Angehörigen in der Regel nicht ausreicht, bietet die private Versicherungswirtschaft diverse Lösungen an, mit denen sich finanzielle Einkommenslücken entsprechend dem individuellen Bedarf schließen lassen.

Absicherungslösungen mit Beratung


In einem Beratungsgespräch mit einem Versicherungsmakler lässt sich unter anderem klären, wie hoch die Absicherungslücke im Todesfall unter Berücksichtigung einer gesetzlichen Hinterbliebenenpension wäre, damit die Hinterbliebenen ihren Lebensstandard halten könnten.

Der Versicherungsmakler könnte zudem individuell passende Vorsorgelösungen vorschlagen. Eine Hinterbliebenen-Absicherung ist zum Beispiel in Form einer Ablebensversicherung möglich. Derartige Polizzen zahlen an die Hinterbliebenen beziehungsweise an die im Vertrag festgelegte Person im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme.

Eine gegenseitige Absicherung für Paare, aber auch für Geschäftspartner wie zwei Inhaber einer Firma, gewährleistet eine Ablebensversicherung auf zwei verbundene Leben, auch Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit genannt. Bei einer solchen Polizze werden beide Partner als versicherte Person eingetragen. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung und kann dieses Geld für den Lebensunterhalt oder beispielsweise bei Firmenpartnern auch für die Auszahlung von Angehörigen verwenden.

17.01.2018   Der beste Unfallschutz für Kinder in der eigenen Wohnung

In den eigenen vier Wänden gibt es oftmals viel mehr Gefahrenstellen für Kinder, als Eltern vermuten. Wie Eltern dieses Unfallrisiko minimieren können.

Der beste Unfallschutz für Kinder in der eigenen Wohnung

Die meisten Unfallrisiken für Kinder in einer Wohnung sind in der Küche, im Bad und sogar im Kinderzimmer selbst, aber auch in den übrigen Räumen anzutreffen. Viele davon sind jedoch vermeidbar.

Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ereignen sich fast drei Viertel aller Kinderunfälle in den eigenen vier Wänden. Besonders für Säuglinge und Kleinkinder lauern zu Hause zahlreiche Unfallgefahren.

Immer wieder kommt es zum Beispiel vor, dass Babys oder Kleinkinder vom Wickeltisch stürzen oder die Treppe hinunterfallen, kleine Dinge verschlucken und daran ersticken, sich mit heißen Speisen oder Getränken verbrühen, die Hand am Herd verbrennen oder gar in der Badewanne ertrinken. Viele dieser Unfallrisiken sind jedoch vermeidbar.

Gegen Stürze und Stolperfallen


Eltern sollten zum Beispiel beim Wickeln immer eine Hand am Kind halten. Heiße Getränke wie Kaffee oder Tee sowie warme Mahlzeiten sind außer Reichweite eines Kleinkindes zu stellen, um Verbrühungen des Kindes durch ein versehentliches Umkippen der Tasse oder des Tellers zu vermeiden. Tischdecken bergen ebenfalls ein unnötig hohes Unfallrisiko, da kleine Kinder oftmals daran ziehen, und dadurch Dinge, die auf dem Tisch stehen, auf sie fallen könnten.

Babys und Kleinkinder sollten zudem niemals ohne Aufsicht in der Badewanne sitzen gelassen werden, denn kleine Kinder können selbst bei einer geringen Wassertiefe von rund zehn bis 30 Zentimetern ihren Kopf nicht eigenständig aus dem Wasser heben und dadurch ertrinken. Gefährliche Stürze können unter anderem durch Treppenschutzgitter an Treppen, spezielle Sicherheitsriegel an Fenstern sowie Schutzgitter an Etagenbetten verhindert werden.

Zudem ist es wichtig, Stolperfallen wie lose an Boden herumliegende Kabel zu vermeiden. Des Weiteren sollten alle Regale und/oder Schränke, an denen sich Kinder hochziehen und diese leicht zum Umfallen bringen könnten, an der Wand oder am Boden verankert sein. Eine Verletzungsgefahr bergen außerdem Möbel mit spitzen Ecken und Kanten. Aber auch Türen ohne Klemmschutz sowie kleine Zwischenräume bei Möbeln bergen die Gefahr, dass sich Kinder die Finger einklemmen.

Gefährliche Lampen im Kinderzimmer


Offenes Feuer wie zum Beispiel brennende Kerzen zählen zu den häufigsten Brandauslösern. Daher gilt es in der Umgebung von Kindern, Zündquellen zu vermeiden, das heißt, offenes Kerzenlicht hat in einem Kinderzimmer nichts verloren.

Aber auch Halogenleuchten können als Nachttisch- oder Kinderschreibtischlampe zur Brandgefahr werden. Sie erreichen eine Oberflächentemperatur von bis zu 400 Grad Celsius und können brennbare Materialien wie Papier oder Stoffe in Brand setzen. Laut Experten haben sichere Lampen für Kinderzimmer nicht mehr als 24 Volt.

In allen Haushalten gehören neben einem Feuerlöscher auch Rauchwarnmelder zu den bedeutendsten Schutzmaßnahmen. Rauchwarnmelder müssen laut Richtlinien des österreichischen Instituts für Bautechnik in allen Aufenthaltsräumen sowie in Gängen – mit Ausnahme der Küche – installiert werden. Kommt es zu einem Brand, warnt der Rauchmelder frühzeitig mit einem schrillen Alarmton und verschafft damit den Erwachsenen wichtige Zeit, Kinder aus der Gefahrenzone zu retten und die Feuerwehr zu rufen.

Kleine Dinge mit dramatischen Auswirkungen


Um Vergiftungen oder ein Ersticken zu vermeiden, haben verschluckbare Kleingegenstände wie Knöpfe, Heftklammern, Ringe, Münzen, Erbsen, Nüsse, aber auch giftige Pflanzen, Medikamente, Zigaretten, Alkohol und Putzmittel nichts in der Reichweite von Kleinkindern zu suchen. Ein hohes Erstickungsrisiko stellen zudem herumliegende Plastikeinkaufstüten, die ein Kind über den Kopf stülpen könnte, dar. Auch herunterhängende Schnüre, beispielsweise an Vorhängen oder Rollos, können für ein Kind schnell zur Strangulationsfalle werden und sind daher zu vermeiden.

Schutz vor teils tödlichen Stromunfällen bieten Kindersicherungen in jeder Steckdose und das Wegräumen von elektrischen Geräten. Küchengeräte wie Toaster, Mixer, Rührgeräte, Fritteuse, Wasserkocher und Kaffeemaschinen sind umgehend nach Gebrauch am besten so aufzubewahren, dass ein kleines Kind nicht versehentlich ein solches Gerät einschalten und sich daran verletzen oder verbrennen kann.

Um Verletzungen bei Kindern vorzubeugen, sollten auch gefährliche Dinge wie scharfe Messer, Scheren, lange Fleischgabeln oder Fleischklopfer nach dem Gebrauch für Kinder unerreichbar, zum Beispiel in eine gesicherte Schublade weggeräumt werden. Ein hohes Unfallrisiko birgt auch der Küchenherd, daher sollten die Herdplatten mit einem Herdschutzgitter gegen das Herunterziehen der Töpfe gesichert werden. Griffe und Stiele der beim Kochen verwendeten Töpfe und Pfannen sollten zudem nach hinten gedreht werden, damit kleine Kinder nicht daran ziehen können.

Mehr Sicherheit für Kinder


Weitere Expertentipps, Checklisten, Broschüren und Filme, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, enthalten die KFV-Webportale www.visionzero.at und www.bewusst-sicher-zuhause.at sowie der Webauftritt der deutschen Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Spezielle Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass sich ein Kind verletzt, enthält das Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (www.gesundheit.gv.at).

Trotz aller Vorsicht kann es jedoch immer – egal ob im oder außer Haus – zu einem Unfall kommen und das betreffende Kind sollte dann zumindest finanziell abgesichert sein. Eine private Vorsorge ist dazu besonders wichtig, da die gesetzliche Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung bei schweren Unfallfolgen wie einer dauerhaften Invalidität den künftigen Lebensunterhalt meist nicht ausreichend absichert. Eine gesetzliche Unfallversicherung leistet bei Kindern zudem in der Regel nur bei Unfällen, die im Zusammenhang mit dem Schul- oder Kindergartenbesuch stehen.

Die meisten Unglücke ereignen sich jedoch in der Freizeit und da besteht kein gesetzlicher Unfallschutz. Im Gegensatz dazu bietet zum Beispiel eine private Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr Versicherungsschutz. Außerdem ist die Höhe der Kapitalsumme oder/und Rentenleistung, die im Invaliditätsfall vom Versicherer gezahlt werden, in einer solchen privaten Versicherungspolizze individuell wählbar.

24.10.2017   So kommt das Haus unbeschadet durch Herbst und Winter

So kommt das Haus unbeschadet durch Herbst und Winter

Feuchtigkeit, Schnee und Kälte können einem Gebäude ziemlich zusetzen. Wenn vorhandene Mängel nicht beseitigt oder Räume unzureichend beheizt werden, kann es unter anderem schnell zu Regenwasserschäden, Schimmelbildung oder aufgefrorenen Rohren kommen. Zudem lassen sich oft bereits mit wenigen Maßnahmen die Heizkosten merklich reduzieren.

Selbst kleine Mängel an einem Gebäude können im Herbst und Winter schnell zu teuren Schäden führen. Daher ist es noch vor Beginn der kalten Jahreszeit wichtig, das Haus oder die Wohnung auf mögliche Makel zu inspizieren. Vieles, wie die Kontrolle, inwieweit Tür- und Fensterdichtungen noch in Ordnung sind, können Hauseigentümer je nach handwerklichem Geschick selbst kontrollieren und gegebenenfalls reparieren.

Andere Arbeiten, wie die Überprüfung eines Daches oder die regelmäßige Wartung der Heizung, sollten unter anderem aus Sicherheitsgründen lieber von einem Fachmann durchgeführt werden. Doch nicht nur das Gebäude selbst, auch der Außenbereich sollte inspiziert werden.

Die richtige Kontrolle: Vom Außenbereich …


Denn nur, wenn Sickerschächte oder Abläufe im Garten oder auf den Zufahrtswegen sowie Regenrinnen und Fallrohre frei von Laub und Schmutz sind, kann das Regen- und Schmelzwasser ungehindert ablaufen. Anderenfalls könnte sich das Wasser aufstauen und zum Beispiel in die Garage oder durch Kellerschächte ins Haus eindringen. Defekte oder verschmutzte Regenrinnen könnten zudem dazu führen, dass unkontrolliert ablaufendes Wasser Schäden am Mauerwerk verursacht.

Damit es bei Minusgraden nicht zu Frostschäden an außen liegenden Wasserleitungen und Gartenschläuchen sowie Regentonnen und Springbrunnen kommt, sind diese rechtzeitig zu entleeren und alle wasserführenden Außenanschlüsse zuzudrehen.

Werden im Außenbereich beschädigte oder lose gewordene Bodenplatten auf Treppen, Wegen, Terrassen und Plätzen nicht repariert, werden aus vermeintlich kleineren Schäden nicht selten durch Regen und Frost gefährliche Stolperfallen.

… bis ins Gebäudeinnere


Das Gebäude selbst sollte vom Dach bis zum Keller auf mögliche Mängel inspiziert werden. So sollten die Dachplatten weder defekt noch verschoben sein. Ansonsten kann schnell Feuchtigkeit ins Gebäude eindringen. Zerbrochene oder lose Dachplatten bieten zudem Herbst- und Winterstürmen, aber auch einer Eis- und Schneedecke eine höhere Angriffsfläche als ein intaktes Dach, was das Schadenrisiko erhöht.

Antennen, Solar- oder auch Photovoltaikanlagen müssen ebenfalls schadenfrei und gut verankert sein, damit Stürme, Eis und Schnee hier keinen Schaden anrichten können. Am Dach angebrachte Schneefanggitter helfen, unkontrolliert abgehende Eis- und Schneelawinen zu verhindern.

In allen Räumen sollten sich die Fenster, Außen- und Terrassentüren richtig schließen lassen, damit weder Kälte noch Feuchtigkeit ins Haus eindringen oder ein Sturm schadhafte Fenster oder Türen aufdrücken kann. Wenn notwendig, lassen sich Fenster und Türen beispielsweise an den Scharnieren nachjustieren. Um Heizkosten zu sparen, ist es zudem sinnvoll, poröse oder eingerissene Fenster- und Türdichtungen zu erneuern.

Richtig heizen und sparen


Apropos Heizung: Wenn die Heizung in der kalten Jahreszeit ausfällt, ist das nicht nur besonders ärgerlich, sondern kann auch zu teuren Frostschäden führen. Deswegen sollte die Heizung einmal im Jahr, am besten vor oder nach der Heizperiode, oder wenn es gesetzliche Regelungen vorsehen auch öfters, kontrolliert und gewartet werden. Eventuell müssen zum Beispiel die Heizkörper entlüftet und/oder der Heizkessel gereinigt werden. Zudem sollte man genügend Brennvorräte – je nach Heizart also zum Beispiel Öl, Gas, Holz oder Pellets – bevorraten.

Prinzipiell ist es nach Angaben von Experten wichtig, dass alle Räume, auch die, die nur wenig oder nicht genutzt werden, temperiert sind. Werden nämlich einzelne Räume nicht beheizt und sinkt deshalb die Raumtemperatur stark ab, kann dies zu einer Kondensfeuchtigkeit an den Wänden und Fenstern und damit zu Schimmelbildung führen. Außerdem können selbst isolierte wasserführende Leitungen und Rohre beispielsweise im unbeheizten Keller oder Dachgeschoss einfrieren.

Übrigens: Nach Angaben des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) kann man mit der Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius eine Energieeinsparung um rund sechs Prozent erreichen. Allerdings sollte die Temperatur von Schlafräumen nicht dauerhaft unter 16 Grad Celsius liegen, da es sonst zu Kondensation von Feuchtigkeit und damit zur Schimmelbildung kommen kann. Weitere Tipps, wie sich zum Teil mit wenigen Maßnahmen beim Heizen und Lüften Geld sparen lässt, enthält das BMLFUW-Webportal.

09.10.2017   Viele schätzen die Unfallrisiken falsch ein

Jeder Zweite hält es laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) für wahrscheinlich, einen Unfall im Straßenverkehr zu erleiden. Dagegen erachten weit weniger, nämlich nur jeder Vierte, einen Unfall im eigenen Haushalt für wahrscheinlich. Tatsächlich ereignen sich aber im Wohnbereich wesentlich mehr Unfälle als im Verkehr, wie eine Unfallstatistik belegt.

Wenn man sich an der Wohnungstür voneinander verabschiedet, sollte man eher dem, der zu Hause bleibt, ein „Pass auf dich auf“ zurufen als dem, der sich auf den Weg macht, meint der Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) mit Blick auf die Unfallstatistik.

Denn von den 792.100 Unfallverletzten, die es laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) letztes Jahr gab – außerhalb eines Spitals versorgte Verletze sind hier noch gar nicht eingerechnet –, entfielen nur zehn Prozent auf den Verkehr, 39 Prozent waren dagegen Haushaltsunfälle.

Fast 307.000 Verletzte bei Haushaltsunfällen


Im Detail verletzten sich 2016 nach Angaben des KFV 792.100 Personen bei Unfällen so schwer, dass sie in einem Spital ärztlich versorgt werden mussten, davon die Mehrheit, nämlich knapp 39 Prozent oder 306.800 Personen während eines Haushaltsunfalles.

36 Prozent oder 288.800 Menschen verletzten sich bei einem Unfall in der Freizeit, 14 Prozent (114.600 Personen) während der Arbeit oder im Rahmen des Schulunterrichts und zehn Prozent (81.900 Personen) im Straßenverkehr. Insgesamt verloren letztes Jahr mehr als 2.500 Menschen durch einen Unfall ihr Leben.

„Alle zwei Minuten verletzt sich eine Person in den eigenen vier Wänden so schwer, sodass eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist“, so KR Prof. Elisabeth Stadler, Vizepräsidentin des Roten Kreuzes. „Während die Unfallzahlen in anderen Lebensbereichen wie zum Beispiel im Straßenverkehr zurückgehen, steigt die Zahl der Haushaltsunfälle an. Dass sich im Haushalt beinahe vier Mal so viele Unfälle wie im Straßenverkehr ereignen, ist vielen nicht bewusst“, wie Stadler weiter betont.

Die Hälfte hält einen Verkehrsunfall für wahrscheinlich


Eine Umfrage des KFV belegt, dass zwischen dem realen Unfallgeschehen einerseits und der Risikoeinschätzung durch die Bevölkerung andererseits eine hohe Diskrepanz besteht.

Laut KFV-Direktor Othmar Thann erachten es laut einer aktuellen KFV-Umfrage nur drei Prozent der Bürger für „sehr wahrscheinlich“, zu Hause einen Unfall zu erleiden. Weitere 21 Prozent halten es für „eher wahrscheinlich“. Zugleich seien jedoch sieben Prozent der Meinung, dass es sehr wahrscheinlich sei, im Straßenverkehr zu verunglücken, und weitere 43 Prozent gaben an, dass dies eher wahrscheinlich sei.

Insgesamt halten demnach 24 Prozent einen Haushaltsunfall für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, beim Straßenunfall sind dies jedoch mehr als doppelt so viele, nämlich 50 Prozent. Aber: „Die Realität ist umgekehrt“, wie Othmar Thann mit Blick auf die tatsächlichen Unfallzahlen feststellt. „Das Unfallrisiko im Haushalt ist vier Mal so groß wie im Straßenverkehr“, so Thann.

Absicherung für den Ernstfall


Doch egal, wo etwas passiert, wenn es zum Unfall kommt, sollte der Betroffene zumindest finanziell abgesichert sein. Eine private Vorsorge ist vor allem deshalb wichtig, da die gesetzliche Unfallversicherung fast nur Arbeits- oder Schulunfälle abdeckt, die meisten Unglücke sich jedoch in der Freizeit ereignen. Zudem reichen die gesetzlichen Unfallleistungen oft nicht aus, damit bei schweren Unfallfolgen wie einer dauerhaften Invalidität der künftige Lebensunterhalt ausreichend abgesichert ist.

Im Gegensatz zur gesetzlichen bietet eine private Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr Versicherungsschutz. Die Höhe der im Invaliditätsfall vom Versicherer zu zahlende Kapitalsumme oder/und Rentenleistung ist in der Regel individuell wählbar.

Eine umfassende Einkommensabsicherung bietet eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung. Sie leistet eine vertragliche vereinbarte Rente, wenn ein Erwerbstätiger seinen bisherigen Beruf dauerhaft wegen eines Unfalles oder einer Krankheit nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt ausüben kann.

03.10.2017   Die unfallreichsten Tätigkeiten bei der Berufsausübung

Im Durchschnitt verunfallten 2016 jede Woche fast 1.980 Arbeiter, Angestellte und Selbstständige, die bei der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt versichert waren, auf dem Arbeitsweg oder während der Ausübung ihres Berufes. Das sind über ein Prozent mehr als letztes Jahr. 106 Erwerbstätige starben bei einem Arbeitsunfall. Doch nicht der Umgang mit Maschinen ist im Hinblick auf die Hauptursachen für Arbeitsunfälle die risikoreichste Tätigkeit.

2016 waren 3,51 Millionen Erwerbstätige, konkret etwa 1,26 Millionen Arbeiter und 1,73 Millionen Angestellte, sowie fast 525.600 Selbstständige bei der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) gesetzlich unfallversichert. Davon erlitten rund 102.874 Personen einen Arbeits- oder Wegunfall und damit 1,4 Prozent mehr als noch in 2015. 106 Personen starben dabei – 67 bei einem reinen Arbeits- und 39 bei einem Wegunfall.

Im Detail ereigneten sich 91.248 reine Arbeitsunfälle – also Unfälle während der Arbeitsausübung –, das waren 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem gab es 2016 11.626 Wegunfälle – Unfälle auf dem Weg von oder zur Arbeit –, was einer Zunahme im Vergleich zu 2015 um 3,7 Prozent entspricht. Anteilig verunfallten weit mehr Arbeiter als Angestellte und Selbstständige. Insgesamt erlitten 2,9 Prozent aller Erwerbstätigen einen Arbeits- oder Wegeunfall – im Einzelnen waren es jedoch 5,5 Prozent aller Arbeiter und „nur“ 1,5 Prozent aller Angestellten sowie 0,6 Prozent aller Selbstständigen.

Die Hauptgründe für Arbeits- und Wegunfälle …
Nach den Daten der AUVA führte insbesondere der Verlust der Kontrolle über Maschinen, Transportmittel, Handwerkzeug oder auch Tieren zu den meisten Arbeits- und Wegunfällen. Fast 42.300 Unfälle wurden 2016 dadurch verursacht. Insgesamt starben dabei 64 Menschen. Damit war dies auch der häufigste Grund für einen tödlichen Arbeits- oder Wegunfall. Alleine über 7.300 verletzten sich und 36 Personen starben bei einem Wegunfall beim Fahren oder Mitfahren eines Fahrzeugs wie Pkw, Motorrad oder auch Fahrrad.

An zweiter Stelle der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle liegen Stürze und Abstürze von Personen mit über 22.600 Arbeits- und Wegunfällen und 20 tödlich Verunfallten. Etwa 17.000 Beschäftigte verunfallten und fünf starben während einer Bewegung ohne eine körperliche Belastung, beispielsweise beim Gehen oder Laufen. Davon waren es knapp 4.300 Verletzte und drei Unfalltote bei einem Wegunfall, zum Beispiel als Fußgänger.

Mehr als 11.300 verunfallten bei einer Bewegung mit körperlicher Belastung, also zum Beispiel beim Tragen oder Heben von Gegenständen. Rund 6.500 verletzten sich und zwölf starben, weil Gegenstände wie Regale, Arbeitsmittel oder Güter zusammenstürzten, fielen, brachen oder rutschten.

… sowie für reine Arbeitsunfälle
Die meisten reinen Arbeitsunfälle, nämlich über 26,3 Prozent beziehungsweise knapp 24.000 Unfälle, ereigneten sich bei einer Bewegung, also zum Beispiel, weil Betroffene beim Gehen, Laufen, Hinauf- oder Hinabsteigen ausrutschten, sich anstießen oder umknickten. Knapp 22,4 Prozent oder mehr als 20.400 der Arbeitsunfälle passierten beim Arbeiten mit Handwerkzeugen wie mit Messern, Spritzen oder Schraubenziehern.

Zu fast ebenso vielen Unfällen kam es bei der manuellen Handhabung von Gegenständen wie beim Öffnen oder Schließen, in der Hand halten, Auf- oder Abhängen, Ein- oder Ausgießen oder auch beim Befestigen von Dingen. Beim Transportieren von Sachen per Hand, also unter anderem beim Tragen, Ziehen, Hochheben oder auch Schieben, ereigneten sich 13,0 Prozent beziehungsweise fast 11.900 aller Arbeitsunfälle.

Die Bedienung einer Maschine – von der Bohrmaschine bis zur Produktionsanlage – führte zu knapp 7,8 Prozent aller Arbeitsunfälle und damit zu über 7.100 Unfällen. Beim Fahren oder Mitfahren mit einem Fahrzeug oder Transportmittel wie Fahrrad, Pkw oder Gabelstapler gab es mehr als 4,5 Prozent der reinen Arbeitsunfälle, nämlich fast 4.300 Unfälle.

Besonders gefährliche Tätigkeiten und Gefahrenstellen
Alleine fast 3.600 Arbeitsunfälle sind auf rutschige Böden zurückzuführen. Knapp 3.800 Personen verunfallten auf einer Treppe und 2.800 im Zusammenhang bei Arbeiten mit einer Leiter oder Trittleiter. Mehr als 5.500 Arbeitsunfälle ereigneten sich beim Umgang mit Messer oder Cutter, fast 2.100 bei Tätigkeiten mit Nadeln oder Spritzen und 1.300 beim Arbeiten mit Hammer oder Steinschlägel. 1.400 Personen verunfallten bei Arbeiten mit einem Trenn- beziehungsweise Winkelschleifer.

Übrigens: Auch wenn nach einem Arbeits- oder Wegunfall ein Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung besteht, reichen diese nicht immer aus, um die aufgrund eines dauerhaften Gesundheitsschadens anfallenden Kosten und entstehenden Einkommenslücken auszugleichen. Zudem gibt es die Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung auch nur, wenn es sich um einen Arbeits- oder Wegeunfall gehandelt hat.

Unfälle in der Freizeit – und das sind die meisten Unfälle –, fallen nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Um einen fehlenden oder auch unzureichenden gesetzlichen Schutz abzudecken, bietet die private Versicherungswirtschaft jedoch zahlreiche Lösungen an. Beispielsweise greift eine private Unfallversicherung im Gegensatz zum gesetzlichen Unfallschutz weltweit und rund um die Uhr. Eine Einkommensabsicherung für den Fall, dass nach einem Unfall oder einer Krankheit dauerhaft kein Beruf mehr ausgeübt werden kann, ist mit einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung möglich.

19.06.2017   Durchschnittliche Witwen-/Witwerpension unter 720 Euro

Ende letztes Jahr erhielten hierzulande über 450.000 Bürger eine gesetzliche Witwen- oder Witwerpension. Die durchschnittliche Pensionshöhe je Bezieher belief sich auf knapp 717 Euro. Allerdings war die Pensionshöhe für Witwer im Durchschnitt nicht einmal halb so hoch wie die der Witwen. Dies geht aus einer veröffentlichten Statistik des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungs-Träger hervor.

Als gesetzliche Hinterbliebenen-Absicherung gibt es, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, für einen verwitweten Ehepartner die Witwen-/Witwerpension. Laut dem Handbuch der österreichischen Sozialversicherung 2017 des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungs-Träger erhielten im Dezember 2016 454.861 Bürger eine gesetzliche Witwen-/Witwerpension von durchschnittlich 717 Euro im Monat.

Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen der Höhe der Witwen- und der Witwerpension, wie die Statistik zeigt. 410.133 Frauen bekamen im Dezember 2016 eine Witwenpension in Höhe von durchschnittlich 758 Euro monatlich. In der gleichen Zeit erhielten 44.728 Witwer eine Witwerpension in einer durchschnittlichen Höhe von 338 Euro.

Voraussetzungen für eine Hinterbliebenenpension


Im Einzelnen betrug die durchschnittliche Hinterbliebenenpension einer Witwe eines verstorbenen Arbeiters, der in der Pensionsversicherungs-Anstalt (PVA) versichert war, 636 Euro. Bei einem Witwer waren es im Schnitt 264 Euro. Eine Witwe eines in der PVA versicherten Angestellten erhielt im Durchschnitt 992 Euro und ein Witwer 424 Euro. Hinterbliebene, deren verstorbene Ehepartner in der Sozialversicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) pensionsversichert waren, hatten eine durchschnittliche Witwenpension von 800 Euro beziehungsweise Witwerpension von 435 Euro.

Prinzipiell gilt bezüglich der Hinterbliebenenrente für die Versicherten in der PVA und der SVA: Verstirbt ein Ehepartner, der entweder die vorgeschriebene Mindestversicherungs-Zeit (Wartezeit) erfüllt, bereits eine Pension bezog oder wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit ums Leben kam, erhält der hinterbliebene Ehepartner eine Witwen-/Witwerpension.

Unter den gleichen Voraussetzungen hat auch ein geschiedener Ehepartner, sofern der Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes verpflichtet war, ihm einen Unterhalt zu zahlen, einen Anspruch auf eine Hinterbliebenenpension und zwar in der Regel maximal bis zur Höhe des Unterhaltsanspruchs.

Mindestversicherungs-Zeit


Die Mindestversicherungs-Zeit gilt unabhängig vom Alter generell als erfüllt, wenn der Verstorbene mindestens 180 Beitragsmonate im Rahmen einer Pflicht- oder freiwilligen Versicherung oder mindestens 300 Versicherungsmonate in der Pensionsversicherung aufweisen kann. Anspruch auf eine Hinterbliebenenpension besteht aber auch, wenn der Verstorbene eine vom Alter abhängige Wartezeit erfüllt: Die Mindestversicherungs-Zeit ist auch erfüllt, wenn der Verstorbene am Sterbetag jünger ist als 27 Jahre und mindestens sechs Versicherungsmonate vorweisen kann.

Ist der Verstorbene zum Todeszeitpunkt noch keine 50 Jahre alt, gilt die Mindestversicherungs-Zeit auch erfüllt, wenn er in den letzten 120 Kalendermonaten – diese Zeit heißt Rahmenzeit – 60 Versicherungsmonate erworben hat. Ist der Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes 50 Jahre oder älter, erhöht sich die Mindestversicherungs-Zeit für den Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente.

Und zwar von 60 Versicherungsmonaten um jeweils einen Lebensmonat, den der Verstorbene am Todestag über 50 Jahre alt war, höchstens jedoch auf insgesamt 180 Versicherungsmonate. Gleichzeitig erhöht sich die Rahmenzeit – also die Zeit, in der die Mindestversicherungs-Zeit zu erfüllen ist – eines ab 50-Jährigen, um jeweils zwei Kalendermonate je Lebensmonat, den der Verstorbene am Sterbetag über 50 Jahre alt war, höchstens jedoch auf maximal 360 Kalendermonate.

Wann die Witwer-/Witwenpension zeitlich begrenzt ist


Normalerweise wird die Witwer-/Witwenpension ohne zeitliche Begrenzung ausbezahlt. War jedoch der hinterbliebene Ehepartner am Todestag des Partners unter 35 Jahre alt oder war der Verstorbene zum Zeitpunkt der Heirat bereits Pensionist oder älter als 65 Jahre (bei Männern) beziehungsweise als 60 Jahre (bei Frauen), ist die Witwer-/Witwenpension auf 30 Monate begrenzt. In den genannten Fällen gilt die Begrenzung jedoch nicht, wenn in der Ehe ein Kind geboren wurde oder wenn die Ehe mindestens zehn Jahre bestanden hat. Dann wird die Pension ohne Zeitlimit ausbezahlt.

Zudem gilt: Wenn der Verstorbene zum Zeitpunkt der Eheschließung bereits Pensionist und der Hinterbliebene am Tag des Ablebens seines Ehepartners über 35 Jahre alt war, wird die Pension ebenfalls zeitlich unbegrenzt ausbezahlt, wenn die Ehe je nach Altersunterschied eine bestimmte Mindestdauer erfüllt. Bei Ehepartnern mit bis zu 20 Jahren Altersunterschied muss dazu die Ehe mindestens drei Jahre, bei einem Altersunterschied von über 20 bis zu 25 Jahren mindestens fünf Jahre und bei einem Altersunterschied von über 25 Jahren mindestens zehn Jahre bestanden haben.

Und noch eine Ausnahme: War der Hinterbliebene am Sterbetag seines Ehepartners 35 Jahre oder älter und der Verstorbene zum Zeitpunkt der Eheschließung älter als 65 Jahre (bei Männern) beziehungsweise als 60 Jahre (bei Frauen) und dauerte die Ehe länger als zwei Jahre, gibt es ebenfalls keine zeitliche Begrenzung.

Wie sich die Höhe der Witwe-/Witwerpension berechnet


Die Witwen-/Witwerpension beträgt zwischen null bis maximal 60 Prozent der Alterspension, die der Verstorbene hatte oder gehabt hätte. Die Prozenthöhe hängt von der Relation des Einkommens der letzten zwei oder vier Jahre (Berechnungsrundlage) des Verstorbenen gegenüber der Berechnungsgrundlage (Einkommen im gleichen Zeitraum) des hinterbliebenen Ehepartners ab. Die Formel lautet: Höhe des Prozentsatzes = 70 minus (30 mal (Berechnungsgrundlage des Hinterbliebenen geteilt durch Berechnungsgrundlage des Verstorbenen)).

War das Einkommen des Verstorbenen genauso hoch wie das des Hinterbliebenen, ergibt sich daraus eine Hinterbliebenenpension von 40 Prozent der Alterspension. Wenn der Hinterbliebene weit mehr Einkommen, nämlich das 2,33-Fache des Verstorbenen hatte, sind es null Prozent, das heißt, es wird keine Witwen-/Witwerpension bezahlt. Wenn das Einkommen des Verstorbenen jedoch mindestens dreimal so hoch war wie das des Hinterbliebenen, erhält der Hinterbliebene die maximal möglichen 60 Prozent der rechnerischen Alterspension des Verstorbenen als Witwen-/Witwerpension.

Laut Bundeskanzleramt gilt zudem: Liegt der ermittelte Prozentsatz unter 60 Prozent und das Gesamteinkommen des Überlebenden mit der Hinterbliebenenpension unter 1.925,32 Euro, wird der Prozentsatz auf 60 Prozent erhöht, maximal jedoch, bis das Gesamteinkommen 1.925,32 Euro erreicht und 60 Prozent nicht überschritten sind.

Grundlegende Informationen


Heiratet ein Hinterbliebener wieder und stand ihm bisher eine zeitlich unbefristete Hinterbliebenenpension zu, entfällt diese ab Heiratsdatum, allerdings erhält er dann eine Abfertigung in Höhe des 35-Fachen der bisherigen Witwen-/Witwerpension. Mehr Einzelheiten zur Witwen- oder Witwenpension enthalten die Webportale der jeweiligen Pensionsversicherungs-Träger.

Unter anderem gibt es dazu von der Pensionsversicherungs-Anstalt (PVA) auch eine kostenlos downloadbare zehnseitige Informationsbroschüre „Witwen(Witwer)-pension“. Von der Sozialversicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft stehen zwei Flyer zur Verfügung, nämlich einer über die Hinterbliebenenpension im Allgemeinen und einer zur Berechnung der Witwen- und Witwerpension.

Da die gesetzliche Hinterbliebenenpension für eine finanzielle Absicherung der Angehörigen oft nicht ausreicht, bietet die private Versicherungswirtschaft diverse Lösungen an, mit denen sich finanzielle Absicherungslücken entsprechend dem individuellen Bedarf schließen lassen. Hilfe dabei gibt es vom Versicherungsmakler.

10.04.2017   Am häufigsten ereignen sich Unfälle im Privatbereich

Am häufigsten ereignen sich Unfälle im Privatbereich

Knapp 795.000 Menschen verunfallten 2016 – etwas weniger als im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle Unfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Nach wie vor haben Heim- und Freizeitunfälle den mit Abstand größten Anteil am Unfallgeschehen in Österreich. Während die Zahl der Verkehrs- und Arbeitsunfälle sinken, ist ein ähnlicher Effekt bei Heim- und Freizeitunfällen offenbar noch nicht eingetreten.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erhebt in der Österreichischen Unfalldatenbank Verletzungsmuster und Häufigkeiten von Unfällen. Wie das KFV jüngst mitteilte, verunglückten 2016 österreichweit über 794.600 Menschen bei Unfällen, 2015 waren es noch rund 801.000 Personen. 2.548 Personen starben 2016 an den Folgen eines Unfalls, wie das KFV unter Berufung auf vorläufige Daten der Statistik Austria weiter berichtet.

Die gute Nachricht ist somit, dass die Zahl der Unfälle gegenüber 2015 leicht – um 0,8 Prozent – zurückgegangen ist. Und: Die Anzahl der Verletzten ist „in den letzten zehn Jahren um neun Prozent gesunken“, so das KFV. Die Anzahl der Toten und Schwerverletzten stagniere allerdings seit Jahren auf hohem Niveau.

Die meisten Unfälle passieren zu Hause und in der Freizeit

„Nach wie vor haben Heim- und Freizeitunfälle den mit Abstand größten Anteil am Unfallgeschehen in Österreich“, sagt KFV-Direktor Othmar Thann. Insgesamt 595.600 Verletzte, die medizinisch behandelt werden mussten, gab es bei Heim-, Freizeit- und Sportunfällen. „Erfreuliche Rückgänge“ seien in den vergangenen Jahren nur bei Verkehrsunfällen sowie bei Unfällen in der Arbeit oder Schule erreicht worden. „Im Heim- und Freizeitbereich gilt es daher, endlich, ähnlich wirksame Programme und Maßnahmen wie im Verkehrsbereich zu installieren“, folgert Thann.

Im Detail zeigt sich, dass sich letztes Jahr 306.800 Menschen bei Haushaltsunfällen verletzt haben. „Damit sind das eigene Zuhause und die nähere Wohnumgebung der häufigste Unfallort.“ 36 Prozent aller Unfälle (288.800 Verletzte) ereigneten sich in der Freizeit oder beim Sport. So gab es knapp 200.000 Unfälle bei der Sportausübung in der Freizeit, im Verein oder in der Schule, und zwar am häufigsten beim Fußballspiel, beim Ski- und Snowboarden sowie beim Wandern und Radfahren.

Bei Straßenverkehrsunfällen verletzten sich 81.900 Personen. 14 Prozent aller Unfälle ereigneten sich in der Arbeit beziehungsweise in der Schule. Daraus ergibt sich, dass Heim-, Freizeit- und Sportunfälle für fast drei Viertel aller Unfallverletzten die Ursache waren.

Finanzielle Vorsorge für private Unfälle

Die gesetzliche Absicherung durch die Sozialversicherungen wie die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung reicht oftmals nicht aus, damit bei einer unfallbedingten Invalidität oder Erwerbsunfähigkeit ein ausreichendes Einkommen auf Dauer gewährleistet ist. Der gesetzliche Unfallschutz greift zum Beispiel bei Haus-, Sport- und sonstigen Freizeitunfällen in der Regel grundsätzlich nicht. Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch bedarfsgerechte Lösungen an, um die möglichen finanziellen Folgen einer Unfallverletzung abzusichern.

Eine private Unfallversicherung gilt beispielsweise weltweit und rund um die Uhr. Mit einer vorher vereinbarten Kapitalsumme im Invaliditätsfall lassen sich mit einer privaten Unfallpolizze auch zusätzliche Aufwendungen für eine behindertengerechte Wohnung auffangen. Zudem können meist weitere Leistungen wie etwa eine Todesfallsumme, ein Krankenhaustagegeld, Zuschüsse bei kosmetischen Operationen oder die Übernahme von vereinbarten Bergungskosten eingeschlossen werden.

Sollte man aufgrund eines bleibenden gesundheitlichen Schadens nicht oder nur noch sehr eingeschränkt berufs- oder erwerbstätig sein können, leistet eine abgeschlossene private Erwerbs- und/oder Berufsunfähigkeits-Versicherung in Form einer monatlichen Rentenzahlung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schaden beim Unfall – egal ob beim Sport oder anderswo – oder durch eine Krankheit verursacht wurde.
 

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